{"id":102015,"date":"2016-03-11T18:17:51","date_gmt":"2016-03-11T17:17:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.prenzlberger-stimme.de\/?p=102015"},"modified":"2016-04-19T10:51:09","modified_gmt":"2016-04-19T08:51:09","slug":"elisabethaue-zwischennutzung-geht-dem-ende-entgegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/?p=102015","title":{"rendered":"Elisabethaue: &#8222;Zwischennutzung&#8220; geht dem Ende entgegen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/elisabeth.jpg\" rel=\"attachment wp-att-102037\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/elisabeth.jpg\" alt=\"elisabeth\" width=\"670\" height=\"428\" class=\"alignleft size-full wp-image-102037\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/elisabeth.jpg 670w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/elisabeth-300x192.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 670px) 100vw, 670px\" \/><\/a><br \/>\n <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>&#8222;Ein Blick in die Geschichte Blankenfeldes ist auch ein Blick in die Geschichte der Stadt selbst, die nur wachsen konnte, weil man \u2013 oft r\u00fccksichtslos \u2013 die Ressourcen des Brandenburger Umlandes f\u00fcr sich nutzte.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Satz ist einer fast zeitgleich zu der Veranstaltung im  Carl-von-Ossietzky-Gymnasium erschienenen  Ank\u00fcndigung einer Ausstellung des Pankower Bezirksmuseums zur Geschichte des der Elisabethaue benachbarten Stadtguts Blankenfelde entnommen &#8211; und h\u00e4tte doch als Motto \u00fcber den Vortr\u00e4gen zur Bauplanung auf der Aue stehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p> 5.000 Wohnungen will der Senat dort auf dem &#8211; im Wortsinne &#8211; freien Feld bauen lassen. Das ist eine veritable Kleinstadt. <\/p>\n<p><div id=\"attachment_102039\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/geisel.jpg\" rel=\"attachment wp-att-102039\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102039\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/geisel-300x228.jpg\" alt=\"Senator Andreas Geisel (SPD):  Bauen auf landeseigenem Grund ist alternativlos\" width=\"300\" height=\"228\" class=\"size-medium wp-image-102039\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/geisel-300x228.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/geisel.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-102039\" class=\"wp-caption-text\">Senator Andreas Geisel (SPD):<br \/>Bauen auf landeseigenem Grund ist alternativlos<\/p><\/div>Warum gerade in der zusammenh\u00e4ngenden Natur- und Kulturlandschaft um das Dorf Blankenfelde und warum dort so massiv gebaut werden soll, erkl\u00e4rte der Senator f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt  Andreas Geisel (SPD) so: Die Niedrigstzinsen auf dem Kapitalmarkt seien f\u00fcr Bauherren nat\u00fcrlich erst einmal g\u00fcnstig &#8211; andererseits fl\u00fcchten die Anleger deshalb in scheinbar stabile Werte &#8211;  wie zum Beispiel in Immobilien, was die Spekulationsblase kr\u00e4ftig anheize.<br \/>\nW\u00e4hrend 2014 die Immobilienpreise 2014 um 30 Prozent gestiegen seien, betrug, so Geisel,  die Steigerung im vergangenen Jahr 50 Prozent. Wenn die Mietpreise bezahlbar bleiben sollen, m\u00fcsse Berlin auf landeseigenen Fl\u00e4chen bauen.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_102048\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/anwohner.jpg\" rel=\"attachment wp-att-102048\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102048\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/anwohner-300x238.jpg\" alt=\"Anwohner: Esherrscht  Mangel an landeseigenen Grundst\u00fccken, weil der Senat jahrelang alles Private verkauft hatte\" width=\"300\" height=\"238\" class=\"size-medium wp-image-102048\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/anwohner-300x238.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/anwohner.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-102048\" class=\"wp-caption-text\">Anwohner: Es herrscht Mangel an landeseigenen Grundst\u00fccken, weil der Senat jahrelang alles Private verkauft hatte<\/p><\/div>Zum anderen sei  die Finanzierung der sozialen Infrastruktur wie Schulen Kitas, Sportpl\u00e4tze etc. nur \u00fcber Gro\u00dfsiedlungen m\u00f6glich, weil nur  dort genug bei den Bauherren abgesch\u00f6pft werden kann. Bei kleineren Bauvorhaben sei dies nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ein Vertreter der B\u00fcrgerinitiative zum Erhalt der Elisabethaue hatte dagegen eine andere Erkl\u00e4rung: \u00dcber Jahre hinweg habe der Senat landeseigene Grundst\u00fccke verkauft, so dass er nun auf solche Naturfl\u00e4chen wie die Elisabethaue zur\u00fcckgreifen muss.<\/p>\n<p>5.000 &#8211; das scheint f\u00fcr den Senator eine magische Zahl zu sein: Am <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/verkehr\/streit-um-nachnutzung-von-tegel-in-reinickendorf-23703228\">Flughafen Tegel beispielsweise<\/a> soll &#8211; so der BER in Sch\u00f6nefeld jemals er\u00f6ffnet und jener in Tegel dann geschlossen wird &#8211; ein ebenso gro\u00dfes Wohngebiet entstehen. Auch hier kommt Kritik aus dem Bezirk. Auch hier hat der Senat das Verfahren ansich gezogen &#8211;  ebenso wie in Pankow zur Bebauung der Elisabethaue.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_102051\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/flecken.jpg\" rel=\"attachment wp-att-102051\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102051\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/flecken-300x228.jpg\" alt=\"Ursula Flecken, Planergemeinschaft Kohlbrenner eG\" width=\"300\" height=\"228\" class=\"size-medium wp-image-102051\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/flecken-300x228.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/flecken.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-102051\" class=\"wp-caption-text\">Ursula Flecken, Planergemeinschaft Kohlbrenner eG<\/p><\/div>Ursula Flecken, Vorsitzende der Planergemeinschaft Kohlbrenner eG, jener Gesellschaft, die vom Senat  mit dem st\u00e4dtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zur Elisabethaue beauftragt wurde, hatte naturgem\u00e4\u00df noch wenig Handfestes zu berichten.<br \/>\nGegenw\u00e4rtig sei man dabei, eine Art Bestandsaufnahme zu machen. Flora und Fauna  werde  nach sch\u00fctzenswerten Arten durchforstet, die Nahverkehrsanbindung k\u00f6nnte durch die Verl\u00e4ngerung der Stra\u00dfenbahnlinien M 1 und 52 erfolgen, auch denke man an einen &#8222;Zubringer-Radweg&#8220; nach &#8211; zum S-Bahnhof Blankenburg. Ein Verkehrsgutachten soll n\u00e4here Erkenntnisse bringen. Eine \u00fcbergeordnete &#8222;Tangentiale Verbindung Nord&#8220; (TVN) soll bis ins M\u00e4rkische Viertel f\u00fchren. Auch gebe es \u00dcberlegungen, wie die  der Aue benachbarte Fl\u00e4chen &#8222;zur Erholung weiter qualifiziert werden&#8220; k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Zuh\u00f6rer \u00fcberzeugte das alles nicht. Sie bef\u00fcrchten ein Betonghetto \u00e1 la M\u00e4rkisches Viertel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/andreas-Geisel.jpg\" rel=\"attachment wp-att-102057\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/andreas-Geisel-300x180.jpg\" alt=\"andreas Geisel\" width=\"300\" height=\"180\" class=\"alignleft size-medium wp-image-102057\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/andreas-Geisel-300x180.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/andreas-Geisel-100x60.jpg 100w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/andreas-Geisel.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Als Andreas  Geisel aus dem Publikum gefragt wurde, warum er denn ausgerechnet eine landwirtschaftliche Fl\u00e4che zu Bauland umwidmen will, antwortete der Senator, die Elisabethaue sei schon seit 1969  Bauland. Die dort betriebene Landwirtschaft w\u00e4re nur eine &#8222;Zwischennutzung&#8220;.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber, seit wann diese &#8222;Zwischennutzung&#8220; bereits stattfindet, wird wohl die vom Pankower Bezirksmuseum demn\u00e4chst veranstaltete Ausstellung Auskunft geben k\u00f6nnen. Vermutlich seit 1530 oder so.<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &#8222;Ein Blick in die Geschichte Blankenfeldes ist auch ein Blick in die Geschichte der Stadt selbst, die nur wachsen konnte, weil man \u2013 oft r\u00fccksichtslos \u2013 die Ressourcen des Brandenburger Umlandes f\u00fcr sich nutzte.&#8220; Der Satz ist einer fast zeitgleich zu der Veranstaltung im Carl-von-Ossietzky-Gymnasium erschienenen Ank\u00fcndigung einer Ausstellung des Pankower Bezirksmuseums zur Geschichte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":102037,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[2324,2155,95,2809,1689,2110,1998],"class_list":["post-102015","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bauenwohnen","tag-andreas-geisel","tag-elisabethaue","tag-pankow","tag-senator-fuer-stadtentwicklung","tag-top","tag-verein-fuer-pankow","tag-wohnungsbau"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102015"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102015\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/102037"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}