{"id":131748,"date":"2021-09-25T23:55:59","date_gmt":"2021-09-25T21:55:59","guid":{"rendered":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/?p=131748"},"modified":"2021-11-12T18:28:56","modified_gmt":"2021-11-12T17:28:56","slug":"sonne-aus-afrika-wind-aus-russland-gruenenabgeordneter-stefan-gelbhaar-will-neue-energiepartnerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/?p=131748","title":{"rendered":"Sonne aus Afrika &#8211; Wind aus Russland: Gr\u00fcnenabgeordneter Stefan Gelbhaar will neue &#8222;Energiepartnerschaft&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/gelblit.jpg\" alt=\"\" width=\"670\" height=\"467\" class=\"alignleft size-full wp-image-131749\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/gelblit.jpg 670w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/gelblit-300x209.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 670px) 100vw, 670px\" \/><\/p>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Pankower Bundestagsabgeordnete Stefan Gelbhaar (B\u00fcndnis 90\/ Die Gr\u00fcnen) tritt f\u00fcr eine Energiepartnerschaft sowohl mit afrikanischen Staaten, als auch mit Russland ein. Im Gespr\u00e4ch mit der Prenzlberger Stimme erkl\u00e4rte Gelbhaar, der erneut f\u00fcr den Bundestag kandidiert, dass f\u00fcr Deutschland notwendig sei, auch bei der Umstellung auf erneuerbare Energien auf Importe zur\u00fcckzugreifen: <\/p>\n<p>\u201eDeutschland war schon immer ein Energieimporteur \u2013 vor allem fossiler Energie. W\u00e4hrend bei der Kohle noch eigene Lagerst\u00e4tten ausgebeutet wurden, mussten Erdgas und Erd\u00f6l st\u00e4ndig importiert werden: Aus den USA, aus Russland, aus den arabischen Staaten. Das sind riesige Energiemengen, die m\u00fcssen wir substituieren \u2013 plus der heimischen Kohle. Das f\u00fchrt zur der spannenden Frage, wie macht man das?\u201c <\/p>\n<p>Die L\u00f6sung sieht Gelbhaar in Energiepartnerschaften.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>&#8222;Desertec mehr oder minder eingeschlafen&#8220;<\/strong><\/h4>\n<p>\u201eDas hei\u00dft, wir m\u00fcssen uns mit L\u00e4ndern zusammentun, wo wir sagen, wir w\u00fcrden gern mit euch zusammen Energie produzieren \u2013 f\u00fcr uns, f\u00fcr euch, f\u00fcr die Welt. Wir haben das Know-how, wir brauchen auch den Strom \u2013 da kann man eine gute Wechselbeziehung entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Hier b\u00f6te sich der nordafrikanische Raum, konkret die Sahara an. Dort k\u00f6nnte man fast unbegrenzt Sonnenstrom produzieren und von dort mittels eines Kabels durch das Mittelmeer nach Europa. Zwar habe man vor Jahren mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Desertec\">Projekt Desertec<\/a> mal so etwas ins Auge gefasst, aber sei dann  \u201emehr oder minder eingeschlafen oder wurde auf kleiner Sparflamme weitergef\u00fchrt. Da wurden nur kleine Solaranlagen gebaut, die Marokko mit Strom versorgen. Das ist sehr gut, weicht aber von dem urspr\u00fcnglichen Plan erheblich ab.\u201c<br \/>\nVoraussetzung f\u00fcr ein solches Mammutprojekt w\u00e4re allerdings eine politische Stabilit\u00e4t, die es in der Sahararegion derzeit nicht g\u00e4be.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>&#8222;16 Jahre au\u00dfenpolitisches Nirvana&#8220;<\/strong><\/h4>\n<p>Deshalb sollte man auch eine Energiepartnerschaft mit Russland ins Auge fassen.  Gelbhaar: \u201eDie Debatte um <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nord_Stream\">&#8218;Nord Stream 2&#8216;<\/a> hat gezeigt, dass es mehr wirtschaftliche Verflechtungen zu Russland braucht, um miteinander gut im Gespr\u00e4ch zu sein und nicht nur eine Negativkommunikation zu haben. So wie \u00fcber &#8218;Nord Stream 2&#8216; &#8211; das ist eine Erdgaspipeline, das ist \u00f6kologisch gestrig.\u201c<br \/>\nMan sollte daher mit Russland auch \u00fcber Windkraft und Solar reden. <\/p>\n<p>\u201eDie haben riesig viel Platz. Wir sind in einer fossilen Energiepartnerschaft, warum sollten wir nicht eine Erneuerbare-Ernergie-Partnerschaft haben. Wenn wir ein solches \u00f6konomisch-\u00f6kologisches Geflecht dann idealerweise noch kombiniert mit einer kulturellen Note etablieren w\u00fcrden mit Russland, mit dem gro\u00dfen Land im Osten Europas, dann hat das auch noch weitere Folgen: Man redet nicht nicht mehr nur \u00fcber Probleme \u2013 Stichwort Ukraine \u2013 \u00fcber die man reden muss.\u201c<br \/>\nMit einer solchen Partnerschaft k\u00f6nne man \u201eauch Punkte finden, wo man sagen kann, hey, das gewinnen wir, weil wir zusammenarbeiten, und deshalb lass uns doch das Ukraineproblem l\u00f6sen.\u201c<\/p>\n<p>Das nicht zu nutzen, sei auch  geostrategisch dumm:  \u201eDie letzten 16 Jahre war da au\u00dfenpolitisch Nirvana. Da war nix. Das war einfach schwach und da m\u00fcssen wir nach der Wahl hoffentlich in eine neue \u00c4ra eintreten. Nicht, dass Herr Putin der Edeldemokrat w\u00e4re, ist er nicht, ganz im Gegenteil. Aber Russland liegt in unserem Osten und deshalb m\u00fcssen wir mit denen zu einem guten Auskommen kommen. Dann kann man auch \u00fcber die Probleme besser reden.\u201c<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Autofreie Stadt politisch-parlamentarisch nicht durchsetzbar<\/strong><\/h4>\n<p>Stefan Gelbhaar hatte 2016 \u2013 damals noch Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses &#8211; f\u00fcr seine Partei bei den rot-rot-gr\u00fcnen Koalitionsverhandlungen teilgenommen und sich dort f\u00fcr den Verkehrspolitischen Teil engagiert.<br \/>\nDas Ergebnis der danach verk\u00fcndeten Berliner Verkehrswende sieht er differenziert. W\u00e4hrend es beim Radverkehr \u2013 wenn auch von Bezirk zu Bezirk unterschiedliche &#8211; Fortschritte g\u00e4be, seien beim \u00d6PNV-Ausbau Defizite zu verzeichnen. <\/p>\n<p>Einen Grund sieht Gelbhaar in den ausgedehnten Planungsvorschriften: Der Gleisbau sei beim Neubau einer Stra\u00dfenbahnstrecke der geringste Teil des zeitlichen Aufwandes. Aufs Gleis zu verzichten, und statt auf Stra\u00dfenbahnen auf O-Busse zu setzen, findet er zumindest \u201etotal charmant\u201c. Er selbst habe im Bundestag mit daran gearbeitet, dass die Errichtung von Oberleitungsbus-Linien \u201ef\u00f6rderf\u00e4hig\u201c geworden ist \u2013 also durch den Bund bezuschusst werden kann. <\/p>\n<p>Eine privatauto-freie Stadt h\u00e4lt Gelbhaar in absehbarer Zeit nicht f\u00fcr durchsetzbar: Daf\u00fcr fehle es an politisch-parlamentarischen Mehrheiten. Er setze mehr auf die kleinen Schritte, etwa auf die Einrichtung von sogenannten <a href=\"https:\/\/changing-cities.org\/kampagnen\/kiezblocks\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Kiezblocks<\/a>, die den Durchgangsverkehr aus den Wohngebieten fernhalten. <\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Hier das vollst\u00e4ndige Gespr\u00e4ch:<\/strong><\/p>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"670\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/75UWw0PoyPc\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\n <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der Pankower Bundestagsabgeordnete Stefan Gelbhaar (B\u00fcndnis 90\/ Die Gr\u00fcnen) tritt f\u00fcr eine Energiepartnerschaft sowohl mit afrikanischen Staaten, als auch mit Russland ein. Im Gespr\u00e4ch mit der Prenzlberger Stimme erkl\u00e4rte Gelbhaar, der erneut f\u00fcr den Bundestag kandidiert, dass f\u00fcr Deutschland notwendig sei, auch bei der Umstellung auf erneuerbare Energien auf Importe zur\u00fcckzugreifen: \u201eDeutschland war schon [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":131749,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[31],"tags":[3550,5134,1908,5131,2937,5133,5137,5135,5136,3379,5138,5139,95,5132,1886,1689,3560],"class_list":["post-131748","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik","tag-abgeordneter","tag-afrika","tag-bundestag","tag-bundestagswahl-btw-21","tag-buendnis-90-die-gruenen","tag-desertec","tag-energiepartnerschaft","tag-erneuerbare","tag-erneuerbare-energie","tag-gelbhaar","tag-kiezblocks","tag-obus","tag-pankow","tag-russland","tag-stefan-gelbhaar","tag-top","tag-verkehrswende"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/131748","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=131748"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/131748\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/131749"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=131748"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=131748"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=131748"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}