{"id":87287,"date":"2015-06-07T22:44:35","date_gmt":"2015-06-07T20:44:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.prenzlberger-stimme.de\/?p=87287"},"modified":"2016-01-26T09:23:41","modified_gmt":"2016-01-26T08:23:41","slug":"pankower-tor-und-ewig-bremst-die-senatsverwaltung-ein-trauerspiel-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/?p=87287","title":{"rendered":"Pankower Tor: Und ewig bremst die Senatsverwaltung&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/02.jpg\" alt=\"02\" width=\"670\" height=\"437\" class=\"alignleft size-full wp-image-87291\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/02.jpg 670w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/02-300x196.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/02-200x130.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 670px) 100vw, 670px\" \/><\/a><br \/>\n <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Update<\/strong><\/span>: erg\u00e4nzt und erweitert am 16. Juni 2015<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte die Fl\u00e4che ein Biotop nennen. Von der Br\u00fccke am S-Bahnhof Heinersdorf schweift der Blick in die Ferne: Vierzig Hektar Natur pur. Da, wo einst unz\u00e4hlige Gleise lagen, auf denen Waggons so lange hin- und hergeschubst wurden, bis aus ihnen lange G\u00fcterz\u00fcge entstanden, hat sich die Natur das Gel\u00e4nde zur\u00fcckgeholt.<br \/>\nGras, B\u00fcsche und kleine B\u00e4ume. Fuchs und Hase sagen sich hier nicht nur gute Nacht, sie sind auch tags\u00fcber gut drauf. In f\u00fcnfzehn, zwanzig Jahren wird das hier ein richtiger Wald sein. Unber\u00fchrt, weil durch Umfriedungsmauer und Z\u00e4une vor st\u00f6renden menschlichen Einfl\u00fcssen gesch\u00fctzt \u2013 ein St\u00fcck naturbelassener Urwald.<br \/>\nF\u00fcr manchen B\u00fcndnisgr\u00fcnen, der hier vor fast auf den Tag genau vier Jahren gegen die Pl\u00e4ne des Eigent\u00fcmers Kurt Krieger  protestierten, M\u00f6belm\u00e4rkte und ein Shoppingcenter zu errichten, m\u00fcsste das so etwas wie die Erf\u00fcllung eines Traums sein.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h3> Shopping-Mall und Krieger-Denkmal <\/h3>\n<p> M\u00f6belhaus-Tycoon Kurt Krieger kaufte das Gel\u00e4nde 2009 und stellte kurz darauf seine Planungen vor: Ein gro\u00dfes und ein kleines M\u00f6belhaus, auf Pankower Seite ein Stadtplatz als Eingangssituation.<br \/>\n<div id=\"attachment_87318\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/denkmal.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87318\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/denkmal-300x175.jpg\" alt=\"&quot;...mir ein Denkmal setzen.&quot; Grafik: KGG\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"size-medium wp-image-87318\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87318\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;&#8230;mir ein Denkmal setzen.&#8220; Grafik: KGG<\/p><\/div>Und weil Krieger ein guter Verk\u00e4ufer ist, der wei\u00df, dass sich ein Produkt mit einer Geschichte besonders gut vertickern l\u00e4sst, erz\u00e4hlte er, er dass er in Pankow geboren wurde (naja, Wikipedia gibt <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurt_Krieger\">seinen Geburtsort mit &#8222;Berlin-Sch\u00f6neberg&#8220;<\/a> an, aber das liegt fast nebenan&#8230;) und dort auch seine Kindertage verbracht habe  und dass er dem Bezirk aus der daher r\u00fchrenden sentimentalen Erinnerung etwas ganz Besonderes geben m\u00f6chte: Einen Park.<br \/>\n Einen Park in der Mitte des Gel\u00e4ndes, der in 13 Themen-<br \/>\nbereiche gegliedert sein soll: Jeder Teil sei einem Pankower Stadtteil gewidmet. Krieger damals: \u201eIch m\u00f6chte mir damit ein Denkmal setzen.\u201c <\/p>\n<p>Denkmale sind aber kein Gesch\u00e4ftsmodell. Damit sich das gesamte Projekt \u00fcberhaupt rechne, so Krieger damals, m\u00fcsse auch eine Shoppingmall hinzukommen. Das ganze nannte er \u201cNeue Pankower Mitte\u201d.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_87314\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/kaufhalle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87314\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/kaufhalle-300x207.jpg\" alt=\"Alte Kaufhalle am Anger, mittlerweile abgerissen\" width=\"300\" height=\"192\" class=\"size-medium wp-image-87314\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87314\" class=\"wp-caption-text\">Alte Kaufhalle am Anger, mittlerweile abgerissen<\/p><\/div>Au\u00dferdem hatte er noch ein Angebot in der politischen W\u00e4hrung \u201cArbeitspl\u00e4tze\u201d in der Tasche: 1.000 Jobs w\u00fcrden durch die Ansiedlung geschaffen.<\/p>\n<p>Doch schon mit dem Namen \u201cNeue Pankower Mitte\u201d hatte der damalige Pankower Baustadtrat Michail Nelken heftige Bauchschmerzen.<br \/>\nDenn die Pankower Mitte, die historische, um den Anger in der Breite Stra\u00dfe herum, befand sich im Zustand des Siechtums. Eine alte Kaufhalle aus DDR-Zeiten stand leer herum und harrte ihres Abrisses.  Die L\u00e4den waren, naja, nicht unbedingt dergestalt, dass man sich aus ferneren Gefilden wie zum Beispiel Prenzlauer Berg mit dem Liedchen \u201cWir wolln nach Pankow jehn\u2026\u201d auf die Socken machte, um dort \u201cshoppen\u201d zu gehen \u2013 und nach 20 Uhr war&#8217;s dort sowieso d\u00fcster. Das einzige, was ein wenig nach Zentrum roch, war (und ist) das \u201cRathaus Center\u201d, von den Anrainern ironisch \u201cLandwarenhaus\u201d genannt.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h3> Rot-rote Z\u00e4hlgemeinschaft setzt BVV-Beschluss pro Krieger durch <\/h3>\n<p>Die politische Vorgabe war nun aber eben nicht, eine \u201cNeue Mitte\u201d zu erfinden, sondern das alte Pankower Zentrum zu revitalisieren. Seitens der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt f\u00fcrchtete man bei Kriegers Pl\u00e4nen nun um die Reste der alten Mitte und insbesondere darum, dass bei neuen Angeboten dem Landwarenhaus die Kunden knapp werden k\u00f6nnten. Also  lehnte man das Einkaufszentrum ab.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_87337\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/lnanwarenhaus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87337\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/lnanwarenhaus-300x171.jpg\" alt=\"&quot;Landwarenhaus&quot;: Erheblicher Kundenschwund bef\u00fcrchtet\" width=\"300\" height=\"181\" class=\"size-medium wp-image-87337\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87337\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Landwarenhaus&#8220;: Erheblicher Kundenschwund bef\u00fcrchtet<\/p><\/div> Das ging so um die zwei Jahre hin und her. Kurt Krieger reichte immer wieder Entwurfs\u00e4nderungen ein \u2013 die aber immer die drei Grundkomponenten enthielten: M\u00f6belhaus, M\u00f6beldiscounter und Shoppingmall. Und jedesmal war die Antwort: Fachm\u00e4rkte unproblematisch, Einkaufszentrum unerw\u00fcnscht.<br \/>\nDer Bezirkspolitik \u2013 damals noch von einer rot-roten Z\u00e4hlgemeinschaft dominiert \u2013  fing der Stillstand an zu nerven. Also organisierten Bezirksverordnete von SPD und Linksfraktion ein Treffen mit Kurt Krieger, an dessen Ende einige Zusagen des Unternehmers standen: So sollte dem <\/p>\n<p><div id=\"attachment_87341\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wurst.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87341\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wurst-300x202.jpg\" alt=\"Bratwurst und Cola f\u00fcr alle\" width=\"300\" height=\"192\" class=\"size-medium wp-image-87341\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87341\" class=\"wp-caption-text\">Bratwurst und Cola f\u00fcr alle<\/p><\/div>Bezirk ein Grundst\u00fccksteil f\u00fcr den Bau einer Schule \u00fcberlassen und eine Trasse f\u00fcr eine Stra\u00dfenbahnlinie freigehalten werden. Mit dem Ergebnis ging es zur Abstimmung in die Bezirksverordnetenversammlung \u2013 mit Ausnahme der Gr\u00fcnen herrschte Einigkeit im Haus.<br \/>\nKurt Krieger freute sich derma\u00dfen, dass er in Windeseile einen roten Informations-Pavillion auf die Pankower Seite des Gel\u00e4ndes setzte und zu dessen Er\u00f6ffnung Bratwurst und Cola f\u00fcr alle ausgab. <\/p>\n<p>Zwischenzeitlich hatte  die politische W\u00e4hrung gewechselt &#8211; statt \u201cArbeitspl\u00e4tze\u201d stand nun \u201cB\u00fcrgerbeteiligung\u201d hoch im Kurs. Eine von Kriegers Mitarbeitern Und weil sowieso gerade Wahlkampf war, wurde f\u00fcr das Projekt die gr\u00f6\u00dfte und umfassendste B\u00fcrgerbeteiligung seit\u2026, ja also&#8230;  mindesten seit Erfindung des warmen Mittagessens angek\u00fcndigt.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h3> Verfahrenes Werkstattverfahren <\/h3>\n<p>Es war schon vertrackt. W\u00e4hrend in Pankow alle Parteien &#8211; die einen mehr, die anderen weniger euphorisch &#8211; f\u00fcr die Ansiedlung des Krieger-Dreiklangs M\u00f6belmarkt, M\u00f6beldiscount und Einkaufszentrum. Immer ganz vorn mit dabei  Vertreter der SPD. Bezirksb\u00fcrgermeister Matthias K\u00f6hne zum Beispiel, Roland Schr\u00f6der, der dem BVV Stadtentwicklungsausschuss vorsitzt oder der  Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der SPD im Abgeordnetenhaus Torsten Schneider, dessen Partei-Ortsvereins-Bereich direkt an das Bahngel\u00e4nde grenzt.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite die Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umweltschutz, mit Ausnahme der Jahre 1996 bis 1999 seit \u00fcber einem Vierteljahrhundert fest in sozialdemokratischer Hand. Ein Super-Tanker,  der  \u00fcber die Jahrzehnte st\u00e4ndig gewachsen ist. Erst &#8222;nur&#8220; f\u00fcr Bau- und Wohnungswesen&#8220; zust\u00e4ndig, kam 1996 der Bereich Verkehr hinzu, 1999  (und nach seiner zweitweiligen Ausgliederung ab 2011) kam auch noch der Umweltschutz hinzu. Sein Amtsvorg\u00e4nger Michael M\u00fcller, so <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mauerpark-icc-hochhaeuser-berlins-neuer-bausenator-will-wohnungen-statt-shopping-malls\/11465210.html\">zitierte der Tagesspiegel<\/a> den amtierenden Senator Andreas Geisel, habe \u201eselbst nach drei Jahren noch neue Zust\u00e4ndigkeiten entdeckt\u201c. So ein ein Riesenlabyrinth ist diese Verwaltung.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nNach den Wahlen 2011 wechselte in Pankow die Verantwortung f\u00fcr den Bereich Stadtentwicklung von Dunkelrot auf Gr\u00fcn \u2013 von b\u00fcndnisgr\u00fcnen Protesten war seither nichts mehr zu vernehmen. Stattdessen begann die kommunalpolitische Kleinarbeit. Es wurden Gutachten in Auftrag gegeben und f\u00fcr unzureichend erkl\u00e4rt, es kamen neue Gutachten\u2026 \u2013 und aus der Landesverwaltung das ewige: Fachm\u00e4rkte ja, Einkaufszentrum nein<\/p>\n<p><div id=\"attachment_87359\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/k\u00fcnzel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87359\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/k\u00fcnzel-300x236.jpg\" alt=\" ...unten im Tal blieb alles beim alten.\" width=\"300\" height=\"236\" class=\"size-medium wp-image-87359\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/k\u00fcnzel-300x236.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/k\u00fcnzel.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87359\" class=\"wp-caption-text\">&#8230;unten im Tal blieb alles beim alten.<\/p><\/div>Nun hatte aber auch an der Spitze der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung ein Wechsel stattgefunden. Anstelle der einstigen Senatorin, deren Hauptarbeit allem Anschein nach aus Nichtstun bestand, war  mit Michael M\u00fcller nun einer vorn, der alles auf einmal machen wollte.<br \/>\nDoch auch er wandte sich &#8211; wohl erst einmal blind auf die die Einsch\u00e4tzung seiner Verwaltung vertrauend &#8211; gegen das Projekt.<br \/>\nDoch Mitte des Jahres 2012 &#8211; M\u00fcller schien sich im Labyrinth seines Hauses so weit vorgearbeitet zu haben, dass er sich selbst ein Bild machen konnte &#8211; einigten sich die Beteiligten schlie\u00dflich auf ein \u00bbWerkstattverfahren\u00ab, bei dem \u00bbunter Federf\u00fchrung der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt die stadtplanerische Zielstellung f\u00fcr das Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs Pankow in einem st\u00e4dtebaulichen Rahmenplan erarbeitet\u00ab werden sollte.<br \/>\n Was der Senator wohl nicht bedachte: Wenn auch ganz oben ein frischer Wind zu wehen schien, unten im Tal \u2013 in Senatskreisen auch \u201cVerwaltung\u201d genannt \u2013 war alles beim alten geblieben.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_87363\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/iversen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87363\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/iversen-300x239.jpg\" alt=\"Heinrich Iversen: Gutachten ohne Wert\" width=\"300\" height=\"239\" class=\"size-medium wp-image-87363\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/iversen-300x239.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/iversen-670x533.jpg 670w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/iversen.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87363\" class=\"wp-caption-text\">Heinrich Iversen: Gutachten ohne Wert<\/p><\/div>Zwar waren  die Veranstaltungen des Verfahrens nicht\u00f6ffent-<br \/>\nlicher Natur,  doch drangen immer wieder Szenen nach au\u00dfen, die zuweilen an (die \u00c4lteren werden sich erinnern) \u201cDalles\u201d oder \u201cDenver-Clan\u201d erinnerten. <\/p>\n<p>Vor allem aber: Es wurden Varianten durchgespielt, die keine seri\u00f6se Grundlage hatten.<\/p>\n<p>Der externe Fachmann Heinrich Iversen stellte im September 2012 fest, dass die zwei vorliegenden Gutachten zu den m\u00f6glichen Auswirkungen einer gro\u00dffl\u00e4chigen Einzelhandels-<br \/>\nansiedlungen auf dem ehemaligen Rangierbahnhof nicht nur zu v\u00f6llig gegens\u00e4tzlichen Ergebnissen kamen, sondern auch, dass keine der beiden Expertisen grundlegendsten fachlichen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgte.<br \/>\nSo enthielten sie keine  Prognosen zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung, die  ja einen entscheidenden Einfluss auf die Kaufkraftentwicklung haben. Auch fehlte beiden Schriftst\u00fccken eine transparente, und damit nachvollziehbare Herleitung der behaupteten Umverteilungsgquoten. Das eine Gutachten wurde von der Krieger Grundst\u00fccksgesellschaft in Auftrag gegeben, das andere vom Betreiber der Sch\u00f6nhauser Allee Arcarden. <\/p>\n<p>Nach einigem Gezerre einigte man sich in der &#8222;Werkstatt&#8220; auf einen Gutachter, der bisher in der Sache noch nicht in Erscheinung getreten war und der weder der einen, noch der anderen Seite zugetan war.<\/p>\n<p>Doch als  das Werk mit dem sperrigen Titel &#8222;ST\u00c4DTEBAULICHE UND LANDESPLANERISCHE AUSWIRKUNGSUNTERSUCHUNG &#8211; Ausf\u00fchrungsvarianten zum gro\u00dffl\u00e4chigen  Einzelhandel im Planvorhaben Pankower  Tor\/ehemaliger Rangierbahnhof Pankow&#8220;  endlich vorlag und das Fazit darin lautete, das von Krieger geplante  und mittlerweile auf 40.000 auf 30.000 m\u00b2 geschrumpfte Einzelhandelszentrum sei &#8222;vertr\u00e4glich entwickelbar&#8220;, mochten die Damen und Herren der Senatsverwaltung nicht mehr mitgehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>POW! Senat plant \u00dcberdachung der Berliner Stra\u00dfe<\/h3>\n<p>Bei der Einsch\u00e4tzung der Auswirkungen auf den Verkehr sah es nicht besser aus: Bis heute gibt es kein Verkehrsgutachten, dass halbwegs sattelfest die zu erwartenden Verkehrsstr\u00f6me prognostizieren konnte. Das ist ungef\u00e4hr so, als baute man ein Hochhaus, ohne zu wissen, ob der Untergrund das Gewicht \u00fcberhaupt tragen kann. <\/p>\n<p><div id=\"attachment_87368\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/berliner-Stra\u00dfe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87368\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/berliner-Stra\u00dfe-300x202.jpg\" alt=\"Senatsplan: Breite Autobr\u00fccke \u00fcber die Berliber Stra\u00dfe\" width=\"300\" height=\"202\" class=\"size-medium wp-image-87368\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/berliner-Stra\u00dfe-300x202.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/berliner-Stra\u00dfe-670x451.jpg 670w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/berliner-Stra\u00dfe.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87368\" class=\"wp-caption-text\">Senatsplan: Breite Autobr\u00fccke \u00fcber die Berliner Stra\u00dfe<\/p><\/div>Dar\u00fcber hinaus kam noch hinzu: Die Herren aus der Senatsverwaltung wollten partout keine Stra\u00dfenbahn. Etwa ein Jahr brauchte der Bezirk, um zu erreichen, dass im Protokoll der \u201eWerkstatt\u201c eine Erschlie\u00dfung des Areals mit einer Stra\u00dfenbahntrasse zumindest nicht mehr ausgeschlossen wurde. <\/p>\n<p>Denn  \u2013 und so stehts bisher auch in den landesherrlichen Planwerken \u2013 der Senat will POW.<\/p>\n<p>POW, das ist das K\u00fcrzel f\u00fcr \u201ePlanstra\u00dfe Ost-West-Verbin-<br \/>\ndung\u201c &#8211; eine auf dem \u00f6stlichen Rand des Gel\u00e4ndes verbreiterte Granitzstra\u00dfe, die mittels einer breiten Br\u00fccke<\/p>\n<p><div id=\"attachment_87372\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/krieger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87372\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/krieger-300x232.jpg\" alt=\"Kurt Krieger: &quot;Ich baue ein Highlight\u201d\" width=\"300\" height=\"222\" class=\"size-medium wp-image-87372\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87372\" class=\"wp-caption-text\">Kurt Krieger: &#8222;Ich baue ein Highlight\u201d<\/p><\/div> \u00fcber die Berliner Stra\u00dfe hin zur M\u00fchlenstra\u00dfe gef\u00fchrt werden soll. Ungef\u00e4hr so, wie man sich Ende der 1950er Jahre ein St\u00fcck \u201eautogerechte Stadt&#8220; vorstellte. <\/p>\n<p>Der Bezirk hielt  dagegen und gab ein Gutachten in Auftrag, das den Bedarf einer Tram-Linie abkl\u00e4ren und m\u00f6gliche Streckenf\u00fchrungen untersuchen sollte. Ein wohl einmaliger Vorgang in der Berliner Stra\u00dfenbahngeschichte, denn die Planung von Stra\u00dfenstrecken und all die damit zusammenh\u00e4ngenden Aktivit\u00e4ten ist explizit eine Angelegenheit des Senats.<br \/>\nUnd siehe: Die<a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=73547\"> Gutachter sahen sehr wohl einen Bedarf<\/a> und schlugen auch gleich mehrere Trassenf\u00fchrungen vor. <\/p>\n<p>Ob POW oder Stra\u00dfenbahn, einam war zumindest das herzlich wurscht: Kurt Krieger.<\/p>\n<p>Wenn etwas Mittelm\u00e4\u00dfiges auf dem Gel\u00e4nde errichtet werden w\u00fcrde, so Krieger, k\u00f6nnte der zus\u00e4tzliche Verkehr in jedem Fall gut abgewickelt werden \u2013 baue man dagegen ein \u201cHighlight\u201d, k\u00e4me der Verkehr so oder so zum Erliegen.<br \/>\nUnd er, Krieger, werde nat\u00fcrlich ein \u201cHighlight\u201d bauen.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Im Januar 2014 wurde das Werkstattverfahren f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt. Das Verfahren, so erkl\u00e4rte Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner den Mitgliedern des Pankower BVV-Ausschusses f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt, habe keine belastbaren Ergebnisse gebracht. Wolfaram Kempe (Linksfraktion, und Roland Schr\u00f6der (SPD), die beiden von der BVV als \u201eBeobachter\u201c in die \u201eWerkstatt\u201c entsandten Bezirksverordneten, stimmten der Ansicht des b\u00fcndnisgr\u00fcnen Stadtrates vorbehaltlos zu. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Eine neue politische W\u00e4hrung tritt in Kraft: Wohnungsbau<\/h3>\n<p>Nicht ist ewig, und so war nach &#8222;Arbeitspl\u00e4tzen&#8220; und &#8222;B\u00fcrgerbeteiligung&#8220; mittlerweile eine neue politische W\u00e4hrung eingef\u00fchrt worden &#8211; und die hie\u00df  &#8222;Wohnungsbau&#8220;.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_88100\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/pt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-88100\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/pt-300x165.jpg\" alt=\"750 Wohnungen... - Grafik: KGG\" width=\"300\" height=\"165\" class=\"size-medium wp-image-88100\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/pt-300x165.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/pt.jpg 517w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-88100\" class=\"wp-caption-text\">750 Wohnungen&#8230; &#8211; Grafik: KGG<\/p><\/div>Kurz bevor das absehbar ergebnislose Ende des Werkstattverfahren ins Haus stand, versuchte Kurt Krieger einen neuen Vorsto\u00df. Er verzichtete auf das von ihm  als &#8222;Denkmal&#8220; f\u00fcr ihn selbst  geplanten Park  und bot stattdessen an, auf jener Fl\u00e4che  750 Wohnungen zu errichten.<br \/>\nEin Drittel davon sollte zum f\u00fcr Neubauten unschlagbaren Mietpreis von 5,50 Euro je Quadratmeter angeboten werden. <\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/gueterbahnhof-berlin-pankow-moebelunternehmer-baut-sozialwohnungen\/9232972.html\">offiziell verbreiteten Legende zufolge<\/a> soll Krieger die Idee dazu spontan &#8222;bei einem Gespr\u00e4ch zwischen dem (damaligen) Regierenden B\u00fcrgermeister Klaus Wowereit, Bausenator Michael M\u00fcller und Pankows Bezirksb\u00fcrgermeister Matthias K\u00f6hne&#8220; gekommen sein.<br \/>\nAndere Quelle sprechen davon, dass an der Entwicklung des G\u00fcterbahnhofs interessierte SPD-Mandatstr\u00e4ger vor dem Zusammentreffen mit dem Regierenden Kurt Krieger deutlich gemacht h\u00e4tten, dass er nach Lage der Dinge seine Planungen nur dann durchbringen werde, wenn er ein entsprechendes Wohnungsbauangebot mache  &#8211; und Krieger nach einigen Hin und Her schlie\u00dflich zustimmte. <\/p>\n<p>Wie immer es  auch zu diesem Angebot gekommen war &#8211;  die Zeitungen <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/gueterbahnhof-berlin-pankow-moebelunternehmer-baut-sozialwohnungen\/9232972.html\">schrieben von einer &#8222;Einigung&#8220;<\/a> zwischen Senat und Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer und sahen nun <a href=\"http:\/\/www.abendblatt-berlin.de\/2014\/01\/10\/gruenes-licht-fuer-pankower-tor\/\">&#8222;gr\u00fcnes Licht&#8220;<\/a> f\u00fcr das Vorhaben &#8222;Pankower Tor&#8220;.<\/p>\n<p>Ein Irrtum&#8230; &#8211; die Verwaltung bremste weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Pankow hat die Hoheit &#8211; die  Senatsverwaltung entscheidet <\/h3>\n<p>Mit dem Ende des Werkstattverfahrens lag die planungsrechtliche Verantwortung wieder beim Bezirk. <\/p>\n<p>Zumindest formal. <\/p>\n<p>Doch die wichtigen Entscheidungen \u2013 etwa die Genehmigung des Einzelhandelszentrums oder etwa die verkehrliche Erschlie\u00dfung -POW oder Stra\u00dfenbahn \u2013 lagen weiterhin in der Kompetenz der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt. So erkl\u00e4rte Michael K\u00fcnzel, zust\u00e4ndiger Referatsleiter in der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt im Dezember 2014, f\u00fcr die Senatsverwaltung bestehe keinerlei Veranlassung, \u201eauf die im Fl\u00e4chennutzungsplan dargestellte POW zu verzichten.\u201c Eine diesbez\u00fcgliche \u00c4nderung des Fl\u00e4chennutzungsplans sei f\u00fcr ihn daher nicht denkbar.<\/p>\n<p>Als der Bezirk dann im Januar 2015 den Senat von der Planungsabsicht auf dem gel\u00e4nde des hemaligen G\u00fcterbahnhofs Pankow unterrichtete, und darauf dr\u00e4ngte auf die \u201esogenannte verl\u00e4ngerte Granitzstra\u00dfe\/Pankow-Ost-West (POW) im Fl\u00e4chennutzungsplan\u201c zu verzichten, \u201eum eine ganzheitliche Quartiersentwicklung und den Bau der Grundschule zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>antwortete die Senatsverwaltung:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Bebauungsplan ist aus dem FNP nicht entwickelbar, da er f\u00fcr den Geltungsbereich des Bebauungsplans Bahnfl\u00e4che mit dem Symbol Betriebshof und eine \u00fcbergeordnete Hauptverkehrsstra\u00dfe darstellt. Die in der Mitteilung formulierte Gesamtentwicklung und die damit aufgef\u00fchrten Nutzungen sind aus den Darstellungen des FNP nicht entwickelbar.<br \/>\nDie Einleitung eines FNP-\u00c4V (Fl\u00e4chennutzungsplan-\u00c4nderungsverordnung) kann nur in Aussicht gestellt werden, wenn das Bezirksamt Pankow von Berlin einen L\u00f6sungsvorschlag f\u00fcr eine rechtssichere Abw\u00e4gung zur verkehrlichen Erschlie\u00dfung und Zentrenvertr\u00e4glichkeit beibringt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>An der &#8222;rechtssichere Abw\u00e4gung&#8220; im Sinne des Bezirks wollte sich die Senatsverwaltung jedoch nicht beteiligen.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h3>Kurt Krieger droht mit einem Dreizehnj\u00e4hrigen <\/h3>\n<p>750 Wohnungen, die \u00dcberlassung zweier  Grundt\u00fccksteile (eins am Bahnhof Heinersdorf eins am Bahnhof Pankow) f\u00fcr den Bau von Schulen&#8230; &#8211; Kurt Krieger konnte offenbar so viel  Angebote machen, wie er wollte &#8211; bei der zust\u00e4ndigen Senatsverwaltung biss er auf Granit. <\/p>\n<p>Torsten Schneider, Pankower SPD-Abngeordneter und Parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer seiner Fraktion im Abgeordnetenhaus, brachte soger einen <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/wirtschaft\/beitrag\/2015\/03\/spd-buergerentscheid-pankower-gueterbahnhof.html\">&#8222;B\u00fcrgerentscheid&#8220; ins Spiel<\/a>, damit die Sache endlich voran komme &#8211; und das zu einem Zeitpunkt, an dem an dem ausgerechnet der SPD Stadtentwicklungssenator dabei war, <a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=84755\">aussichtsreiche B\u00fcrgerbegehren zu kassieren<\/a>&#8230;<\/p>\n<p><div id=\"attachment_88099\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/018.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-88099\" src=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/018-300x236.jpg\" alt=\"Kurt Krieger: Zur Not kriegts der 13j\u00e4hrige Sohn\" width=\"300\" height=\"236\" class=\"size-medium wp-image-88099\" srcset=\"https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/018-300x236.jpg 300w, https:\/\/prenzlberger-stimme.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/018.jpg 670w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-88099\" class=\"wp-caption-text\">Kurt Krieger: Zur Not kriegts der 13j\u00e4hrige Sohn<\/p><\/div>Bei einer Sondersitzung der BVV-Aussch\u00fcsse f\u00fcr Stadtentwicklung und Verkehr am 30. April dieses Jahres platzte Kurt Krieger schlie\u00dflich der Kragen: Wenn bis Ende des Jahres keine endg\u00fcltige Entscheidung gefallen sei, werde er das Projekt an die n\u00e4chste Generation weitergeben &#8211; und damit meine er nicht seine Tochter, die breits heute schon die Gesch\u00e4fte f\u00fchrt, sondern seinen 13j\u00e4hrigen Sohn&#8230;<\/p>\n<p>Anlass der Ausschusssitzung war die Vorstellung eines Gutachtens, das im Auftrag des Bezirksamtes im Rahmen der Erstellung des sogenannten &#8222;Einzelhandelskonzeptes&#8220; des Bezirks erstellt wurde.<br \/>\nDie Gutachter, selbst keine Erhebungen durchgef\u00fchrt hatten, sondern sich auf &#8211; zum Teil umstrittene &#8211; Beurteilungen aus fr\u00fcherer Zeit beriefen, hielten den bisher favorisierten Standort f\u00fcr das Einzelhandelszentrum  im Osten des Gel\u00e4ndes f\u00fcr ungeeignet und empfahlen stattdessen einen Platzierung direkt am U- und S-Bahnhof Pankow. <\/p>\n<p>Doch ob Osten oder Westen &#8211; solange in der Senatsverwaltung auf die POW, &#8222;Planstra\u00dfe Ost-West&#8220; besteht, die entlang der Granitzstra\u00dfe \u00fcber die Berliner Stra\u00dfe hinweg zu M\u00fchlenstra\u00dfe f\u00fchren soll &#8211; ist das Projekt nicht realisierbar &#8211; denn sowohl der Pankower schulstandort, als auch die Stra\u00dfenbahntrasse w\u00fcrden dann nicht realisiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am 1. Juni hatte Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner ein \u00fcber einst\u00fcndiges Gespr\u00e4ch mit Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel gef\u00fchrt. Dort, so Kirchner, sei ihm vom Senator zugesichert worden, nicht nur eine Vertr\u00e4glichkeitsstudie f\u00fcr den Weststandort am Bahnhof Pankow in Auftrag zu geben, sondern auch binnen einer Woche mitzuteilen, ob die Senatsverwaltung bereit sei, von der Stra\u00dfenplanung abzulassen.<\/p>\n<p>Bis zum 16. Juni ist keine diesbez\u00fcgliche Nachricht in Pankow eingetroffen. <\/p>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800000;\"><strong>Weitere Artikel zum Thema:<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=101222 \">Rangierbahnhof Pankow: Senat gibt bei Shopping-Mall nach<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=88088\">Senat verabschiedet sich von \u00dcberdachung der Berliner Stra\u00dfe<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=71752\">Rangierbahnhof Pankow: Planungshoheit bleibt beim Bezirk<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=70049\">Rangierbahnhof Pankow: &#8222;Werkstattverfahren&#8220; gescheitert<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=54916\">Rangierbahnhof Pankow:  Debatte ohne Grundlage<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=70738\">Rangierbahnhof Pankow: Kurt Krieger steckt Senat in die Tasche<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=53305\">Rangierbahnhof Pankow: Werkstattverfahren ohne Messwerkzeuge<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=51295\">Rangierbahnhof Pankow: Die Box bleibt zu<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=37324\">M\u00f6bel-Krieger: Neues Verkehrsgutachten vorgelegt<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=25739\">Verkehrsgutachten zu Krieger-Planung bringt wenig Klarheit<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=22977\">Rangierbahnhof: Gr\u00fcne scheitern auch im zweiten BVV-Anlauf<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=22382\">Senat lehnt M\u00f6bel-Kriegers Pankow-Pl\u00e4ne ab<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=22129\">Charmeoffensive mit Gratis-Wurst: Kurt Krieger er\u00f6ffnet &#8222;Infobox&#8220;<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=21130\">Rangierbahnhof: Nach der BVV-Abstimmung<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=21001\">Krieg um Krieger<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.prenzlberger-stimme.net\/?p=20819\">Rangierbahnhof Pankow: Umk\u00e4mpfte Brache<\/a><\/h3>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Update: erg\u00e4nzt und erweitert am 16. Juni 2015 Man k\u00f6nnte die Fl\u00e4che ein Biotop nennen. Von der Br\u00fccke am S-Bahnhof Heinersdorf schweift der Blick in die Ferne: Vierzig Hektar Natur pur. 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