Michelangelostraße: Unterschriftensammlung gegen „maßloses Zubauen“

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„ Wir sind nicht gegen eine Bebauung, aber sie muss sozial, ohne Verschlechterung der bestehenden Lebensverhältnisse und im Einvernehmen mit den Bewohnern und nicht gegen sie erfolgen. Behutsames Nachverdichten bedeutet nicht maßloses Zubauen“ heißt es in einem Aufruf des Vereins für Lebensqualität an der Michelangelostraße (i.G.), in dem er zu einer Unterschriftensammlung gegen die Bebauungspläne von Senat und Bezirksamt aufruft.

Der Verein hatte sich gegründet, nachdem Anfang 2015 über Medienberichte bekannt wurde, dass Senat und Bezirksamt im Plattenbaugebiet um die Michelangelostraße mindestens 1.500 Wohnungen errichten lassen wollen.

In dem Aufruf werden die extrem unterschiedlichen Angabenkritisiert, die von Seiten verantwortlicher Politiker zum Umfang der Nachverdichtung gemacht werden: „Die Angaben über die Anzahl der geplanten Wohnungen variieren zwischen 1.300, so der Bezirksstadtrat Hr. Kirchner am 5.11.2015, und nunmehr 2.700, so Senator Hr. Geisel am 15.4.16 in der Berliner Abendschau des RBB, im Berliner Kurier vom 16.04.2016 und in der Berliner Morgenpost am 17.04.2016.“

Diese Größenordnungen widersprächen einem Beschluss der Bezirkverordnetenversammlung von Pankow aus dem vergangenen Jahr, nach dem in Wohngebieten mit Neubauten aus den 50er und 60er Jahren lediglich eine behutsame Nachverdichtung ermöglichet werden soll.
 

Anwohnerverein will Neuanfang

Desweiteren wird in dem Papier die Ignoranz der Politik beim Umgang mit Hinweisen der Anwohner moniert. Es gebe zwar „verständnisvolles Nicken, aber keinerlei sichtbare Beachtung und Berücksichtigung in den Planungen“.

Der Verein befürchtet, dass durch die bisherigen Planungen die Gesundheit von mehr als 5.000 Bewohnern schwer beeinträchtig wird und will daher mit Hilfe der in der Bezirksverordnetenversammlung vertretenen Parteien einen Beschlussantrag in die BVV einbringen, mit dem die bisherigen Planungen „auf Null“ zurückgesetzt und das Projekt noch einmal „neu und vernünftig“ begonnen werden soll.

Die Unterschriften, die gesammelt werden, sollen dieses Anliegen bekräftigen.

Am 07.06.2016 Dazu wird der Verein für Lebensqualität an der Michelangelostraße (i.G.) von 16-18 Uhr im Mühlencenter an der Greifswalder Straße mit einem Informationsstand seine Vorstellungen des Neuanfangs publik machen – und natürlich auch Unterschriften dafür sammeln.

Weitere Informationen über den Verein und seine Vorstellungen zur Nachverdichtung an der Michelaangelostraße sind auf dessen Homepage www.michelangelostrasse.org zu finden.

 

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6 Kommentare zu “Michelangelostraße: Unterschriftensammlung gegen „maßloses Zubauen“”

  1. Also wie immer. Es sollen ganz schnell ganz viele bezahlbare Wohnungen her und zwar in zentraler Lage, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür…

  2. Steht da aber nicht geschrieben

  3. Doch, sie wollen keine Verschlechterung für die Anwohner, was Bebauung aber zwangsläufig bedeutet.

  4. Dann müssten wohl die Parkplätze dran glauben, die früher einmal umsonst waren

  5. Candide Sorvino

    Mai 25. 2016

    „Bazahlbare Wohnungen in zentraler Lage“ ??? Sind sie betrunken oder neu in Berlin???

  6. Weder noch aber danke für die freundliche Nachfrage

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