Im Alter von nur 56 Jahren ist Volkmar Schröder, unser geschätzter Wachvorsteher, verschieden. Kaum zu glauben: die schwere Erkrankung an Leukämie hat es geschafft, einen starken, von Kraft und Lebensfreude strotzenden Menschen dahinzuraffen. Wir mussten es hilflos hinnehmen.
Lieber Volkmar,
letztes Jahr warst du noch auf unserer Weihnachtsfeier und dieses Jahr hast du nicht einmal mehr Weihnachten erleben dürfen. Die Schnelligkeit, mit der dich die Krankheit außer Gefecht gesetzt hat, hat uns alle erschreckt. Im Rahmen des großen Aufrufs zur Typisierung haben sich auch einige von uns in der Knochenmarkspender-Datei registrieren lassen mit der Hoffnung, dir nicht nur helfen zu können, sondern auch um etwas von deiner immer anwesenden Hilfsbereitschaft zurückgeben zu können. Leider kam keiner von uns als Spender in Frage. Trotzdem gab es zunächst Hoffnung durch einen anderen Spender, die Krankheit war aber leider doch schon zu weit fortgeschritten. Keiner kann die körperlichen und ja auch seelischen Qualen ermessen, die du in den letzten Monaten deines ehrenvollen Lebens erleiden musstest!
Deine charismatische Ausstrahlung, deine Offenheit und Ehrlichkeit hat uns von Anfang an in den Bann gezogen. Du warst nicht nur ein Vorgesetzter, du warst Vertrauter und Freund. Du hattest ein offenes Ohr für Sorgen und Probleme, hast dich immer für uns eingesetzt und dich zu uns bekannt. Wir waren „deine Freiwilligen“! Wir haben uns von dir ernst genommen gefühlt. Du wusstest, welcher Aufwand hinter unserer Leistung steht und hast uns dementsprechend deine Achtung und Wertschätzung entgegen gebracht.
Wir trauern um dich und werden dich sehr vermissen. In solcher Situation fragt man sich, mit welcher Ungerechtigkeit die Guten so früh gehen müssen. Wir werden noch oft an dich denken.
Deine Freiwilligen



