Der Pankower SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup ist studierter Biologe. So er nicht alles vergessen hat, was ihm seine Professoren und Dozenten beigebracht haben, sind ihm die Gefahren, Risiken und Umwägbarkeiten, die mit einem Anbau von genmanipulierten Pflanzen einhergehen, wohl bekannt.
Dass nach zahlreichen übereinstimmenden Umfrage-
ergebnissen mehr als 80 Prozent aller Deutschen gegen die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen sind, dürfte dem umstrittenen Politiker ebenfalls nicht entgangenen sein.
So verwundert es nicht, dass Klaus Mindrup vor den Bundestagswahlen bei einer Frageaktion des Webportals „Wen Wählen?“ nicht nur als „Werte und Ziele sind mir wichtig sind“ Umwelt- und Tierschutz benannte, sondern auch die Forderung „Stoppt die Gentechnik!“ lauthals mit „Ja!“ befürwortete.
Am 31. Januar fand im Bundestag eine Abstimmung über die Zulassung der genetisch manipulierten Genmais-Sorte 1507 statt. Flugs gab der Abgeordnete Klaus Mindrup seinen Widerstand auf und enthielt sich der Stimme.
Da hatten die Koalitionsabgeordneten Josef Göppel CSU, Hubert Hüppe CDU, Matern von Marschall (CDU), Hans-Georg von der Marwitz CDU und Martin Patzelt CDU mehr Gesäß im Beinkleid. Im Gegensatz zum selbsternannten Ökosozialisten Mindrup standen sie zu ihren Wahlaussagen, zeigten Rückgrat und Charakterstärke und stimmten gegen die Zulassung von “1507″.
Die Verärgerung vieler Pankower Genossen über den Etikettenschwindel ihres Bundestagsabgeordneten war nicht unerheblich und schlug sich auch in entsprechenden Facebook-Kommentaren nieder.
Klaus Mindrup selbst jedoch kann die Aufregung nicht verstehen. Er sieht sich offenbar sogar als heroischen Widerständler. Schließlich habe er doch, so erklärte er am vergangenen Montag auf der Sitzung des Pankower Kreisvorstandes, anders als die Mehrheit seiner Fraktion abgestimmt. Die hatte nämlich aus “Koalitionstreue” für den Anbau von Genmais votiert.
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Der Etikettenschwindler

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| Mindrup hatte in den Kommentaren eines ihn betreffenden Artikel Behauptungen zu seiner Person als unzutreffend angesehen. Anstatt die ihm gebotenen Möglichkeiten einer Richtigstellung in seinem Sinne zu nutzen, zog er es vor, diese Äußerungen gerichtlich verbieten zu lassen. Näheres über die juristische Attacke des SPD-Politikers gegen die Prenzlberger Stimme ist hier zu lesen ==> | ||








