O Tannenbaum…

ranne

 

Ein Blick auf den Kalender lässt die Vermutung zur Gewissheit werden: Ostern naht.

Nachdem der Handel bereits vor drei Wochen den verbliebenen Schokoladenweihnachtsmännern das Asyl in seinen Regalen gekündigt und sie zugunsten der neuangekommenen Osterhasen in ihr sicheres Herkunftsland beziehungweise in die nächstgelegene Mülltonne (was nicht selten das selbe ist) abgeschoben hatte, empfinden nun auch die hartnäckigsten Baumliebhaber die nadelnde Tanne in ihrem Wohnzimmer als nicht mehr zeitgemäß.

Da Ofenheizung seit längerem passé ist und sich das Wiedereinpflanzen – zum Beispiel auf seit langem durch absolute Leere auffallende sogenannte Baumscheiben – mangels vorhandener Wurzeln als wenig praktikabel erwiesen hat, verbringt der gemeine Prenzlauer Berger (und nicht nur der!) seine Weihnachtsbaumkarkasse dorthin, wo er ansonsten nicht mehr benötigte Möbel und anderen überflüssigen Hausrat endlagert: Auf die Straße.

Das weiß natürlich auch die Berliner Stadtreinigung und hatte – je nach Stadtteil – zwei feste Termine zum Bäumeeinsammeln (in Prenzlauer Berg waren es der 11. und 18. Januar) ausgegeben.

Für viele viel zu früh.

Um dem erst danach ausgesetzten Grünzeug habhaft zu werden, ruft die BSR nun alle „Weihnachtbaum-Entdecker“ auf, die Fundstücke mittels Fernruf unter der Nummer 030/7592 6670 anzuzeigen. Menschen, die des Telefonierens nicht mächtig sind, wird darüber hinaus angeboten, ihre sachdienlichen Erkenntniss hier schriftlich kundzutun

 

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Kommentar zu “O Tannenbaum…”

  1. Vielleicht finden wir noch ein Bild wo in China ein Sack Reis umkippt. OMG

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