Am 11. März 2011 löste ein Tsunami in Japan die größte Reaktorkatastrophe nach Tschernobyl aus. Tausende von Menschen mussten ihre Häuser und Felder aufgeben und der Pazifik einen Großteil der freigesetzten radioaktiven Elemente aufnehmen.
Auch 2016, fünf Jahre später, ist der Atomunfall von Fukushima noch immer nicht vollständig unter Kontrolle.
Anlässlich des 5. Jahrestages von Fukushima zeigt das Internationale Uranium Film Festival nun am 11. März zeitgleich in Berlin (KulturBrauerei) und Rio de Janeiro (Museum für Moderne Kunst) außergewöhnliche Filme über die Reaktorkatastrophe in Japan und ihre Folgen.
„Atomare Katastrophen wie Fukushima in Japan, Tschernobyl in der Ukraine oder Harrisburg in den USA dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Auch deshalb hatten wir 2010 – einige Monate vor Fukushima – das Internationale Uranium Film Festival gegründet“, so Festivaldirektor Norbert G. Suchanek. „Der 11 März ist nur der Auftakt unseres Festivaljahres. Wir werden in Rio und Berlin die besten Fukushima-Filme der vergangenen Uranium Film Festivals zeigen. Am 26. April dann bringen wir Tschernobyl-Filme in das Kino der KulturBrauerei Berlin und Ende September schließlich das Internationale Uranium Film Festival mit Dutzenden von neuen atomaren Filmen aus aller Welt.“

Das Filmprogramm in Berlin am 11. März 2016, um 20 Uhr Kino in der KulturBrauerei
ABITA. DIE KINDER VON FUKUSHIMA
Deutschland, 2012, 4 min, ein Trickfilm von Shoko Hara und Paul Brenner.
Eine Geschichte von 36.000 Kindern, die nicht mehr draußen spielen dürfen, weil ihre Umwelt radioaktiv verseucht ist. Mit dem Yellow Oscar ausgezeichneter Trickfilm des Uranium Film Festivals 2013.
ALONE IN THE ZONE Japan, 2013, 18 min, Dokumentarfilm. Regie: Ivan Kovac und Jeffrey Jousan, Produktion: Vice Japan. Japanisch mit deutschen Untertiteln. Zwei Jahre nach der Explosion des Reaktors des Fukushima Dajichi Atomkraftwerks. Eine 20 km Sperrzone wurde eingerichtet und die Menschen evakuiert. Doch ein Bauer blieb, weil er seine Tier auf der Farm nicht allein lassen konnte. Trotz hoher radioaktiver Strahlung und Einsamkeit hält er in der Geisterstadt von Tomioka aus. Sein Name ist: Naoto Matsumura.
FUKUSHIMA NO DAIMYO
Italien, 2014, 20 min, Poetischer Dokumentarfilm, Regie: Alessandro Tesei, Photographie: Pierpaolo Mittica. Japanisch mit englischen/deutschen Untertiteln.
Mit dem Filmpreis „L’Anello Debole“ ausgezeichneter Film über die Folgen der Fukushima Reaktorkatastrophe und über den Rinderfarmer Masami Yoshizawa, der sich weigerte, seine kontaminierten Rinder zu schlachten und die radioaktiv verseuchte Zone von Namie zu verlassen. Er lebt allein mit seinen Tieren auf seiner „Hoffnung“ genannten Farm in der „Sperrzone“. www.alessandrotesei.com
FUKUSHAME. THE LOST JAPAN
Italien 2013, 64 min, Dokumentarfilm von Alessandro Tesei, Produktion: Teatro Primo Studio – Film Beyond, Original mit Englischen Untertiteln.
Sieben Monate nach der Explosion des Atomkraftwerks von Fukushima reist der italienische Fotograph und Filmemacher Alessandro Tesei in die Verbotene Zone. Eine unvergessliche Reise zu den Geisterstädten von Fukushima. Mit dem Yellow Oscar ausgezeichneter Film des Uranium Film Festivals 2014.
Kartenvorbestellungen
Vorbestellungen unter uraniumfilmfestivalberlin@gmx.de oder andreas.jensen@primacom.net
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