Am Montag, dem 23. Januar wird in der Galerie Parterre auf dem Kulturareal am Thälmannpark in der Danziger Straße 101 „Die Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach aufgeführt.
„Die Kunst der Fuge“ ist ein Zyklus von vierzehn Fugen und vier Kanons über ein kurzes Thema, Bachs Umgang mit diesem einfachen Fugenthema ist ein faszinierendes intellektuelles Spiel.
Die Komposition ist aber nicht nur eine großartige formelle Leistung, sondern vor allem hervorragende Musik mit ungeheurer Kraft. Bach starb vor Vollendung dieses Werkes, und bis heute sind viele Fragen offen. Weder in den Autographen noch im Erstdruck finden sich zum Beispiel Angaben zur Instrumentierung.
Vorgestellt wird „Die Kunst der Fuge“ auf vier Streichinstrumenten vor, wobei Violine, Bratsche und Cello wie gewohnt die Sopran-, Alt- und Bass-Stimme spielen.
Die Tenorstimme wird von einem fünfsaitigen »Cello piccolo« gespielt, einem besonderen Instrument, das Bach selbst in seinen Kantaten und der Cello Suite No. 6 einsetzte. Da „Die Kunst der Fuge“ nicht als Suite gedacht, sondern eine hochkomplexe Kontrapunktstudie ist, wird sie selten im Konzert in ihrer Gesamtheit aufgeführt
Die Interpreten

HED YARON MAYERSOHN, geboren 1989 in Tel Aviv, ist Stellvertretender Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters Rotterdam. Barockvioline studierte er bei Reinhard Goebel in Salzburg. Mayersohn war u. a. Stipendiat und Preisträger der American Israel Kulturstiftung, der Stiftung Live Music Now, der Verbier Festival Academy sowie Mitglied der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker, in der letzten Spielzeit Mitglied des European Union Baroque Orchestra. Mehrere Projekte realisierte er mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment in London.
AVISHAI CHAMEIDES, geboren 1985 in Ramat-Gan, Israel, widmet sich seit 2009 intensiv der Kammermusik. 2015 gewann er mit dem Noga Quartett den 1. Preis beim renommierten Melbourne International Chamber Music Competition. Das Noga Quartett wurde außerdem in Berlin sowohl von der Ottilie-Selbach-Redslob- Stiftung (2010) als auch von der Irene Steels-Wilsing Foundation unterstützt. Neben seiner kammermusikalischen Tätigkeit ist Chameides zurzeit Mitglied des Konzerthausorchesters Berlin.
KATHARINA LITSCHIG, geboren 1989 in der Schweiz, schloss ihr Meisterklassenstudium 2016 mit Auszeichnung ab. Sie ist europaweit sowohl als Kammermusikpartnerin als auch als Continuo-Cellistin gefragt und unterrichtet als Musikpädagogin in einer Leipziger Musikschule. Beim Studium mit Jan Freiheit beschäftigte sie sich ausführlich mit dem Continuo-Spiel des 18. Jahrhunderts und ist heute u. a. in der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Leipziger Barockorchester und dem Michalis Consort tätig.
CONSTANCE RICARD, geboren 1985 in Paris, lebt heute als Cellistin in Berlin. Sie spielt seit mehreren Jahren sowohl im Konzerthausorchester als auch im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Sie spielte als Solo-Cellistin des Internationalen Orchesterinstituts Attergau, Österreich, war Mitglied des Calaf Trios und Stipendiatin des Vereins Live Music Now in Berlin. Neben ihrer modernen Ausbildung hat sie Barockcello bei Balázs Máté und Jan Freiheit studiert. Das Publikum der Galerie Parterre Berlin konnte sie 2016 in der bewegenden Uraufführung der Komposition Ihr sollt die Wahrheit erben von Hermann Keller nach dem gleichnamigen Buch von Anita Lasker-Wallfisch erleben.
Fotos: © Gal Yaron-Mayersohn

Konzert zum Jahresauftakt
Die Kunst der Fuge
Montag, 23.01.2017, 19.00 Uhr
Hed Yaron Mayersohn (Rotterdam), Violine
Avishai Chameides (Berlin), Viola
Katharina Litschig (Leipzig), Cello piccolo
Constance Ricard (Berlin), Cello
Galerie Parterre
Danziger Straße 101 | Haus 103
10405 Berlin
www.galerieparterre.de
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