Nun gut, beim Bürgeramt hätte man es ja noch am ehesten vermutet. Aber beim Standesamt? Dauert so ein Ja-Wort so lange, dass…
Also: Im Rathaus Pankow mangelt es offenbar an Toiletten. Das hatte der Bezirksverordnete Frederik Bordfeld von der Linksfraktion herausgefunden und wollte vom Bezirksamt nun wissen, warum das so ist und was das Bezirksamt zu unternehmen gedenkt, um diesen in jeder Hinsicht bedrückenden Engpass zu beseitigen.
„Dem Bezirksamt“, schreibt der für die bezirklichen Immobilien zuständige Stadtrat Torsten Kühne in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage Bordfelds, „sind temporäre Engpässe im Bereich des Standesamtes und des Rechtsamtes (Ostflügel) bekannt. Die Engpässe entstehen im Ostflügel bei verstärkter Nutzung der sanitären Einrichtungen durch Bürgerinnen und Bürgern im Zusammenhang mit Veranstaltungen im Großen und Kleinen Ratssaal, an den Markttagen und durch Hochzeitsgesellschaften bei standesamtlichen Trauungen.“
Allerdings soll der Notdurft-Notstand bald schon ein Ende finden. „Nach dem Abschluss der Sanierungsmaßnahmen (Januar bis Juli 2017)“, so Bezirksstadtrat Kühne, „wird im Ostflügel eine größere Anzahl von Toiletten zur Verfügung stehen. Verbessert wird auch die Ausstattung des Behinderten-WCs.“
Das ist erfreulich. Denn wer möchte schon mit verdruckster Haltung und und hoch angestrengtem Gesicht vor dem Standesbeamten stehen und statt erwartungsfroh dessen tiefsinnigen Worten zu lauschen, in höchster Not… eben!
Foto oben: Toilette von König Wilhelm III. von England mit samtbespanntem Sitz, Hampton Court, London
© Diagram Lajard


