Mit Lithographien und Radierungen von Gerhard Rommel präsentiert die 98. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers im 3. Todesjahr – mit der Eröffnung einen Tag nach seinem Geburtstag: er wäre 83 Jahre alt geworden – eine kleine Druckgraphik-Werkauswahl des am 10.02.1934 in Schalkau/Thüringen geborenen Künstlers. Der 1948-1951 an der Fachhochschule für Spielzeug und Keramik in Sonneberg ausgebildete Keramikmodelleur beendete 1958 sein Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake und Theo Balden.
Von 1963-1965 war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste Berlin bei Fritz Cremer.
Seit 1962 waren Rommel´s Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland zu sehen und er erhielt mehrere Preise für sein Werk. Er lebte und arbeitete zuletzt bei Gransee.
Gerhard Rommel ist bekannt als Bildhauer – viele Skulpturen befinden sich im öffentlichen Raum -, Medailleur, Münzgestalter und Maler. Es entstanden unter anderem etwa 100 Malerbildnisse. Wie sein Mentor an der Akademie der Künste, Fritz Cremer, war auch er Graphiker.
Sein dauerhaftes Ringen um die dreidimensionale Form zum Wesenhaften, zu sinnbildlicher Verallgemei-nerung und Harmonie zu bringen, findet sich auch in seinen Druckgraphiken, Zeichnungen und Aquarellen.
„Es kommt aus seiner Gesamtperson: ein lustbetonter Drang nach plastischer Formung, ein solides Handwerk, ein von ursprünglicher Freundlichkeit und Liebe geprägtes Menschenbild, die Energie des Ausdrucks, die Einheit von Schlichtem und Tiefgründigem, eine unstillbare Produktivität, Lebensbejahung und das Beherrschen der Spannungen von Proportionen und Volumen. … Am deutlichsten spürt man das in seinem Bauernkriegszyklus von 1975, der aus 10 Lithographien besteht … Eines dieser Lithos – »Bauer und Fürst« – ist durch Verzicht auf einen Hintergrund so auf den Punkt gebracht, dass man meint, ein direktes Vorbild für ein Hochrelief oder eine Medaillen-Vorderseite zu entdecken. Der ganze Zyklus atmet dieses Streben nach knapper, eindeutiger Darstellung … Zyklen zum Bauernkrieg gab es in der Kunstgeschichte öfter. Wer denkt da nicht an die Bildhauerin, Zeichnerin und Graphikerin Käthe Kollwitz? Doch Gerhard Rommel findet hier seine ganz eigene, klare Sprache, die in der Tradition eines Max Lingner, Bert Heller oder Hans Baltzer steht …“
(zitiert nach Dr. Peter Michel, Katalog zur Ausstellung)

Aus dem druckgraphischen Werk
von Gerhard Rommel (1934-2014)
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Ausstellungszeitraum: 11. Februar – 04. April 2017
Vernissage: Sonnabend, 11. Februar 2017, 17-20 Uhr
Rede:: Dr. Peter Michel, Kunsthistoriker
Druckgraphik-Atelier . Edition keller-druck, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 3, 10407 Berlin
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