Der Prenzlauer Berger Abgeordnete Stefan Gelbhaar wurde am Dienstagabend auf einer Mitgliederversammlung der Pankower Bündnisgrünen mit einem Ergebnis von 97 Prozent der abgegebenen Stimmen zum Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 76 (Pankow) nominiert.
Stefan Gelbhaar hatte bei den Abgeordnetenhauswahlen vom September vergangenen Jahres souverän den Prenzlauer Wahlkreis 8 gewonnen und ist stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus sowie Sprecher für Verkehr, Medien und Netzpolitik.
Er war für seine Partei maßgeblich an den rot-rot-grünen Koalitionsverhandlungen in Sachen Verkehrspolitik beteiligt.
Für eine Verkehrswende auf Bundesebene
Seine Kandidatur für den Bundestag so kurz nach dem Wiedereinzug in das Berliner Landesparlament begründete Stefan Gelbhaar gegenüber der Prenzlberger Stimme mit dem Wunsch, auch auf Bundesebene für eine Verkehrswende zu wirken.
Vieles, was in Berlin auf Landesebene beschlossen wurde, so Gelbhaar, berühre auch Bundesrecht. Als Beispiel nannte er die Straßenverkehrsordnung. Die müsste endlich dem wachsenden Fahrradverkehr Rechnung tragen. Auch die Finanzierung bundesweiter Radfahrinfrastruktur müsste endlich angegangen werden.
Ebenso sieht er ein erhebliches Defizit in Sachen Schallschutz bei der Deutschen Bahn, für den viel zu wenig finanzielle Mittel vorhanden seien.
Wenn die Berliner Bündnisgrünen am 23. März ihre Landesliste zur Bundestagswahl aufstellen, will sich Stefan Gelbhaar um den aussichtsreichen zweiten Listenplatz bewerben.
Der Pankower Wahlkreis 76 ist seit zwei Legislaturperioden fest in der Hand des Linkpartei-Politikers Stefan Liebich, der erneut antritt.
Desweiteren kandidieren hier der Pankower CDU-Kreisvorsitzende Gottfried Ludewig, Daniela Langer (FDP), Klaus Mindrup (SPD) und Georg Pazderski (AfD).



Reinhard Grüneberg via Facebook
März 01. 2017
Ist das nicht der Mann, der Pankow autofrei machen will und alle Parkplätze zu Fahrrad Abstellplätze umfunktionieren will?
Tony Mancini via Facebook
März 01. 2017
das ist er….. der solch unrealistische und einseitige Vorstellungen hat, bekommt auf jeden meine Stimme NICHT…..
Matthias Glesel via Facebook
März 01. 2017
Träume sind Schäume. Es gibt im BT schon genug Schaumschläger, da fällt einer mehr, oder weniger nicht auf.
Besser da, als in Pankow
Kein Gelbhaar Wähler Mehr
März 01. 2017
Herr Gelbhaar wurde erst vor wenigen Wochen, am 18. September von Berliner*innen als ihr direkter Wahlkreisabgeordneter für fünf Jahre ins Abgeordnetenhaus gewählt. In einem Wahlkreis der zuvor bereits fast fünf Jahre verwaist war. Um die Nominierung in diesem verwaisten Wahlkreis hat sich Herr Gelbhaar zuvor sehr bemüht. Mit Erfolg. Damit konnte seine Partei für diesen Wahlkreis aber auch niemanden anderen für die nächsten fünf Jahre nominieren.
Nun will Herr Gelbhaar wieder die Interessen von Berliner*innen vertreten. Das Mandat, dass ihm Berliner*innen erst vor wenigen Wochen gegeben haben muss er dafür wegwerfen.
Wie glaubwürdig es ist, wenn jemand das Vertrauen von Wähler*innen, dass diese ihm für fünf Jahre geschenkt haben nach nur ein paar Wochen einfach mir nichts dir nichts wegwirft, und ob man jemand der der Öffentlichkeit auf diese Weise demonstriert, wie wenig Respekt er vor seinen Wähler*innen hat erneut Vertrauen schenken sollte, diese Frage solle Herr Gelbhaar mal der Öffentlichkeit erklären.
Oder liegt es einfach nur daran, dass ein Bundestagsmandat finanziell und karrieremäßig wesentlich attraktiver ist als ein Mandat im Abgeordnetenhaus von Berlin und es gar nicht um die Vertretung der Wähler*innen aus dem Wahlkreis geht.
Als Direktkandidat in einem Wahlkreis hat sich Herr Gelbhaar jedenfalls selbst unglaubwürdig gemacht, bei so wenig Respekt vor einem öffentlich Mandat, dass ihm auf fünf Jahre verliehen worden ist.
Jens
März 01. 2017
Dass der Wahlkreis bündnisgrün wird, ist nicht zu erwarten. Liebig ist der beste Sozialdemokrat in einem sozialdemokratischen Wahlkreis. Er hat doch erst dem Wollebär vom Kollwitzplatz gezeigt, wo der Berliner die Schrippn kooft. Da bleibt doch alles beim alten. Ob Bündnisgrün Gelbhaar die Verhöhnung seiner Wähler bei der Listenaufstellung durchgehen lässt, ist die spannende Frage. Nochmal müsste Bündnisgrün da wohl nicht antreten, nachdem sein Vorgänger ebenfalls schon einen lukrativeren Posten gefunden hatte.
Niels Petring via Facebook
März 01. 2017
die Abgeordnetenhaus-Wahl ist noch nicht mal ein jahr her, da reichts ihm offenbar schon wieder. Solche kandidaten, egal welcher partei, sind mir sehr suspekt
Uwe Dziomba via Facebook
März 01. 2017
Mit dem würde ich gerne mal am Stammtisch ein Glas trinken…..wenn alles gut geht , trinke ich auch aus…. 🙂
Annemarie Hanke via Facebook
März 01. 2017
Das haste aber jut umschrieben Uwe …
Andreas Jensen
März 01. 2017
1.
Wie kann jemand, wie in Ihrem Artikel beschrieben, im Wahlkreis 8 in Prenzlau kandidiert, ins Berliner Abgeordnetenhaus einziehen?
Jemand der ein Möbelhaus ohne Parkplätze fordert, ist so realitätsfremd, dass sich die Pankower Bürger ihre Stimmabgabe diesmal besser überlegen sollten!
Wer weiß,ob er nicht im Januar 2018 für das Europa Parlament kandidiert, weil es in Europa zu wenig Fahrradstellplätze gibt.
Heidi Schwandt via Facebook
März 01. 2017
Oh nein ? der hat eine ganz realitätsfremde Meinung
Maria von Bolla via Facebook
März 06. 2017
Na Wahnsinn: Die Grünen erwachen aus dem Winterschlaf. Wir positionieren und ganz klar gegen Blümchensexparteien jeglicher Couleur! Ein Verbotsverfahren für diese FDP des kleinen dummen Mannes gibt es nur mit Die PARTEI Pankow und mir im Bundestag. http://die-partei.net/pankow/btw17/
Maria von Bolla via Facebook
März 06. 2017
Na Wahnsinn: Die Grünen erwachen aus dem Winterschlaf. Wir positionieren und ganz klar gegen Blümchensexparteien jeglicher Couleur! Ein Verbotsverfahren für diese FDP des kleinen dummen Mannes gibt es nur mit Die PARTEI Pankow und mir im Bundestag. http://die-partei.net/pankow/btw17/
Simone Dietrich
März 18. 2017
Die Grünen werden das Lastenfahrrad einführen. Es gibt im Prenzlauer Berg schon interessante Fahrradkonstruktionen mit einer Ablagefläche in der Mitte. Daher braucht man am Möbelhaus keine Parkplätze sondern nur noch Abstellplätze für Lastenfahrräder. Für größere Stücke kann man sich eine Robbe ausleihen. Alles kein Problem. Keine Sau braucht Autos!
Sven
Aug. 01. 2018
Das Lastenrad ist doch längst eingeführt. Nur sind die, die es benutzen, klar im Nachteil. Weder gibt es die notwendigen Radwege noch die Geduld des motorisierten Verkehrs um ungestört mit solch einem Gefährt unterwegs zu sein. Und selbstverständlich lässt es sich eher auf Bundesebene bewirken, beispielsweise endlich Qualitätsstandarts für Radwege festzulegen die Sinn machen anstatt in der Komunalpolitik mit genau diesen Systemfehlern zu verzweifeln. Aber die Masse der Bevölkerung fährt ohnehin unverdrossen weiter mit Verbrennung und solange da in den Köpfen nichts passiert werden wir die Wende nicht schaffen.Und die Vision Zerro bleibt eine Vision, immerhin gibt es die.