Spielplatz Cunistraße: Abreißen statt kommunizieren

 

Eigentlich hatten die Eltern rund um den Spielplatz zwischen der Arnoux- und der Cunistraße in Französisch Buchholz die Hoffnung gehabt, dass das Bezirksamt seine Entscheidung noch einmal überdenkt. Doch nun zeigt sich: Dem Amt ist es egal, was die Bürger meinen.

Im April ließ die das Bezirksamt via Pressemitteilung verlauten, dass ab Anfang Mai die vorhandenen Spielgeräte abgebaut werden sollen. Da aus finanziellen Gründen eine komplette Neuausstattung nicht möglich sei, sollen vorerst nur zwei kleinere neue Geräte aufgebaut werden. Falls „in den Folgenden Jahren“ Geld vorhanden sein sollte, wolle man sie „ergänzen“.

Warum die Kletteranlage überhaupt entfernt werden soll, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Da stand nur etwas von „marode“ – Sicherheitsbedenken wurden aber nicht angeführt.
Gegenüber der Prenzlberger Stimme hatte der zuständige Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn bestätigt, dass eine Gefährdung der dort spielenden Kinder durch das bisherige Spielgerät nicht gegeben ist: In einem solchen Fall hätte man den Platz – oder zumindest die Spielgeräte – sofort gesperrt.
 

Spielmöglichkeiten ohne Not eingeschräkt

Viele Eltern äußerten deshalb ihr Unverständnis darüber, dass ohne zwingenden Grund die Spielmöglichkeiten für ihre Kinder eingeschränkt werden. Sie wandten sich an das Bezirksamt mit der Bitte, vom Abriss der Geräte Abstand zu nehmen. Sie wiesen wiesen darauf hin, dass der Spielplatz nicht nur von den Kinder der Anwohner, sondern auch von den umliegenden Kitas sowie des Horts der Schule in der Arnouxstraße genutzt wird – die Einschränkung also sehr viele Kinder betrifft.

Eine Antwort blieb aus. Stattdessen begann gestern (Dienstag) der Abriss der alten Spielanlage.
Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn, den die Prenzlberger Stimme gestern nach den Ursachen der fehlenden Kommuniktaion mit den Betroffenen befragte, zeigte sich – wie schon Wochen zuvor – ahnungslos: Dafür sei das Pankower Grünflächenamt zuständig.

Das ist richtig.

Richtig ist aber auch: Das Grünflächenamt gehört zum Verantwortungsbereich von Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn.

 

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Verwirrendes vom Spielplatz (Französisch Buchholz)

 



5 Kommentare zu “Spielplatz Cunistraße: Abreißen statt kommunizieren”

  1. Ra Mona via Facebook

    Mai 17. 2017

    Klar, für das riesige Containerdorf um die Ecke war genug Geld da😡…wie war das nochmal…Deutschland ist ein so reiches Land??? Wird das nicht gerade wieder ständig in den Medien getönt? Aber für so einen Spielplatz reicht es dann am Ende halt doch nicht, echt traurig.

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  2. @Ra Mona Mich deucht, Sie haben da etwas falsch verstanden. Es geht hier darum, dass offenbar Geld verschwendet wird, wenn noch Brauchbares, dass zudem von Kindern und Eltern gern genutzt wird, einfach abgerissen wird.

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    • Ra Mona via Facebook

      Mai 17. 2017

      Ich habe das schon richtig verstanden 🙂 Es ist falsch, dass der Spielplatz noch brauchbar ist. Der Spielplatz ist fast 20 Jahre alt und diese Konstruktion sehr in die Jahre gekommen und es muss ja nicht erst was passieren oder? Für die Restaurierung/Sanierung ist kein Geld da, denn das kostet fast so viel wie der neue Spielplatz.. Genauso wie kein Geld dafür da ist den Sportplatz gegenüber der Cunistr. 9 zu sanieren und wenn die Kinder dann auf dem Schulsportplatz Fussball spielen wollen, kommt die Polizei. Ich bleibe dabei. Traurig.😒

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    • Nein, es geht nicht darum, ob erst etwas passieren muss. Damit so etwas nicht passiert, werden Spielplätze und -geräte regelmäßig kontrolliert. So auch in der Cunistraße. Nach Aussage des Bezirksamtes liegt keine Gefährdung vor. Die Eltern und Kinder wünschen sich den erhalt der bisherigen Anlage. Somit sind Abriss und die Neuanschaffung der Minigeräte vor allem erst einmal eine Geldverschwendung.

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  3. Wie immer bei den Grünen zählt nur die eigene Klientel.

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