Ein Hauch von Karibik in der Pappelallee


 

Als um 18 Uhr die ersten Prognose über die Sender geht, ist der Jubel in und vor der Geschäftsstelle der Bündnisgrünen in der Pappelallee groß. 9,5 Prozent! Nach den bei sieben bis acht Prozent eine riesengroße Überraschung.
Auch dass die ersten Hochrechnungen das Ergebnis um ein paar Zehntel nach unten korrigierten, tat der Euphorie keinen Abbruch. Als dann auch noch SPD-Chef Martin Schulz bekannt gab, dass die SPD die Große Koalition mit der CDU nicht weiterführen wird, wehte trotz Kälte und einsetzendem Nieselregen plötzlich mehr als nur ein Hauch von Karibik über die Pappelallee: Jamaika!

Warum mit CDU und FDP koalieren? Die lautete erstmal unisono „Aus Verantwortung“. Weil ja sonst keine andere Koalition möglich ist. Und als das zur Begründung nicht reicht: Endlich grüne Politik umsetzen – der Klimawandel duldet keinen Aufschub!

Klimarettung mit der FDP…

Die Berliner und die Pankower Ergebnisse waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die sehen für die Grünen bestenfalls befriedigend aus. Direktkandidat Stefan Gelbhaar verfehlte mit einem Ergebnis von 14,2 Prozent das Ergebnis seines Parteikollegen Andreas Otto vor vier Jahren um 0,6 Prozent.
Bei den Zweitstimmen (14,3 Prozent) konnten sich die Pankower Grünen minimal um 0,2 Prozent verbessern.

Bei der Bezirks-CDU, die den Wahlausgang in einem Pankower Lokal verfolgte, war die Stimmung trotz der nicht unerheblichen Verluste für die Partei sowohl bundesweit, als auch in Berlin – gedämpft optimistisch. Immerhin hatte Direktkandidat Gottfried Ludewig – der im Interview mit der Prenzlberger Stimme in der ergangenen Woche zu erkennen gab, dass er sich eine „Jamaika“-Koalition durchaus vorstellen könnte – trotz der Einbußen von immerhin 4,3 Prozent im Vergleich zum 2013er Ergebnis seines Parteifreundes Lars Zimmermann den zweiten Platz hinter dem unangefochtenen Lokalmatador von der Linkspartei erfolgreich behauptet.

Die Pankower Linken, die keine eigene Wahlparty ausrichteten, feierten auf der Landesveranstaltung im Festsaal Kreuzberg. Als die Prenzlberger Stimme dort gegen 22 Uhr eintraf, verließ gerade ein aufgeräumt wirkender Stefan Liebich das Gelände. Mit 28,8 der Wählerstimmen im Wahlkreis 76 (plus 0,4 Prozent) hatte er einen Abstand von 9,2 Prozent zum Zweitplatzierten von der CDU souverän den Wahlkreis zum dritten Mal gewonnen. Auch seine Partei kam ganz gut weg. In Pankow erlitt sie zwar einen leichten Verlust von 1,7 Prozent, steht aber mit 23,4 der abgegebenen Wählerstimmen an der Spitze. Im Land Berlin hingegen ist die Linke(18,8) nun an der SPD (17,9) vorbeigezogen. Trotz eines Verlustes von 5.7 Prozent steht hier die CDU mit 22,7 Prozent an der Spitze.

 

Die Ergebnisse des Wahlkreises 76 (Pankow) – Erststimmen (Direktkandidaten)

 

Die Ergebnisse des Wahlkreises 76 (Pankow) – Zweitstimmen (Parteien)

 

 

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