BVG-Streik: Das Chaos fiel aus


 

Wenn man den Vorankündigungen der Medien hätte Glauben schenken wollen, wäre Berlin heute im Verkehrschaos versinken müssen.
Die Prenzlberger Stimme schaute zwischen sieben und acht Uhr mal nach und musste feststellen: Zumindest in der Prenzlauer Berger Gegend waren chaotische Zustände nicht zu bemerken.

Die Prenzlauer Allee war – wie jeden Morgen zum Berufsverkehr – stadteinwärts gut befahren. Doch der Verkehr war flüssig, Staus gab es offensichtlich nicht. Was auffiel: Viele Taxis waren unterwegs und mehr Radfahrer, als in den vergangenen kalten tagen.

Wenn die BVG ausfällt, hat die S-Bahn doppelt soviel zu tragen – sollte man denken.
Doch der Prenzlauer Allee war gegen 7.20 Uhr nur mäßig besucht. Und auch den Zügen herrschte zumindest zu dieser Zeit kein Gedränge.

Auf dem S-Bahnhof Schönhauser Allee ein ähnliche Bild: Eine in jeder Hinsicht übersichtliche Zahl von Fahrgästen verlor sich auf dem Bahnsteig, die Züge hatten keine Probleme, die Leute zu transportieren.

Auch auf der Schönhauser Allee hielt der Autoverkehr in Grenzen und schien das für diese Zeit normale Maß nicht zu überschreiten. Dafür Fahrräder, Fahrräder, Fahrräder.
Gähnende Leere herrschte am Taxihalteplatz Dänestraße – untrügliches Zeichen dafür, dass die Droschken heute gut im Geschäft waren.

Fahrräder en masse auch am Knotenpunkt Schönhauser Allee/Danziger/Bernauer Straße.
Der Autoverkehr hingegen hatte auch hier keine größeren Probleme als sonst.

Verwunderlich ist das alles schon ein bisschen, wenn man sich dessen bewusst ist, dass die BVG mit Bussen, U- und Straßenbahnen jährlich eine Milliarde Fahrgäste befördert. Wo sind die heute alle hin?

 

Fotoimpressionen

 



4 Kommentare zu “BVG-Streik: Das Chaos fiel aus”

  1. Von wegen – ich musste heute früh zum Flughafen und hatte nichts vom Streik gelesen 🙁

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  2. Streik vor 12 Uhr mittags… das merkt ja gar nicht jeder 🙂

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