Mauerpark-Karaoke: Ja nein ja nein ja… vielleicht später

 

Die gute Nachricht zuerst: Heute Vormittag hatten sich Vertreter der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und des Pankower Straßen- und Grünflächenamtes im Mauerpark getroffen, um bei einem Vor-Ort-Termin gemeinsam die „Sicherheitslage“ im Mauerpark zu begutachten. Das Amt hatte wegen der Bauarbeitern der BWB – es werden Wartungsschächte für den unter dem Pflasterweg verlegten Stauraumkanal gegraben – eine Genehmigung für die ins zehnte Jahr gehende Karaoke-Veranstaltungen im Amphitheater des Mauerparks, die Ostern beginnen sollte, zunächst untersagt.
Am Ende der Begehung gab der zuständige Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/ Die Grünen) via Twitter Entwarnung.

 

Ordnungsstadtrat möchte Anhörung

Doch damit sind noch nicht alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Denn im Zuge der Debatte um die Genehmigung der Veranstaltung schaltete sich der für Umwelt und öffentliche Ordnung zuständige Bezirksstadtrat Daniel Krüger (parteilos/für AfD) ein.

Wie Krüger der Prenzlberger Stimme gestern Abend am Rande einer außerordentlichen BVV-Tagung erklärte, werde er vor einer Genehmigung durch seine Abteilung eine Anhörung organisieren, um die Frage der Lärmbelästigung durch die Karaokeveranstaltung abzuklären.

Krüger bezog sich dabei auf Beschwerden von Mauerpark-Anwohnern aus dem verganenen Sommer, die sich durch die Geräusche von im Park spielenden Musikern belästigt fühlten. Um hier eine Lösung zu finden, wurde ein Runder Tisch mit Bezirksamt, Musikern, Anwohnern und Freunden des Mauerparks ins Leben gerufen, der eine für alle akzeptable Lösung finden soll.

Die Karaokeveranstaltung war von den Beschwerdeführer bisher aber ausdrücklich ausgenommen und daher auch nicht Thema des Runden Tisches.
Bezirksstadtrat Krüger interpretiert das etwas anders. Wenn man richtig nachfrage, so Krüger, kommt dann irgendwann auch die Karaoke bei sich beschwerenden Anwohnern zur Sprache.
Nach Angaben des Bezirksstadtrates steht die Form der Anhörung – ob öffentlich oder nicht – noch nicht fest. Für die Vorbereitung werde er ca. zwei Monate benötigen. Allerdings möchte das nicht als Verhinderungsversuch sehen. Krüger: „Wir wollen Rechtssicherheit für die Veranstaltung für die Veranstaltung herstellen.“

 

Bezirksbürgermeister: So schnell wie möglich genehmigen

Währenddessen hat sich auch Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke) zu Wort gemeldet. Via Twitter ließ er auf dem Account des Tagesspiegel-redakteurs Robert Ide verkünden:

 

Offenbar ist die Sache im Bezirksamt noch nicht so ganz ausdiskutiert. Sollte sich Bezirksstadtrat Daniel Krüger durchsetzen, dürfte ein Beginn der Karaoke-Sonntage vor Sommeranfang kaum möglich sein. In den Jahren zuvor war stets Ostern als Starttermin gesetzt..

 

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Kommentar zu “Mauerpark-Karaoke: Ja nein ja nein ja… vielleicht später”

  1. Die Offiziellen machen sich grad komplett lächerlich. Die haben gestern Abend beim Treffen Parkregeln im Rathaus der AntiLärm Fraktion ein Beteiligungsverfahren versprochen….also die dürfen ihre Einwände vollumfänglich geltend machen….und die sind halt nun am blockieren. … aber zumindest ist die bescheuterte BaustellenAusrede jetzt vom Tisch. Schuld an der Misere hat die „AnwohnerInitiative gegen Lärm“, also ca 5 Leute die grad den Park kaputt machen.

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