EU-Wahl: Pankow grün, DIE PARTEI im Aufwind

 

Es ist wohl das, was man einen Durchmarsch nennt. Bundesweit kommt Bündnis 90 /Die Grünen nach der Hochrechnung um 22.25 Uhr (ZDF) auf 20,5 Prozent und befindet sich damit hinter der Union (28,9%) auf dem zweiten Rang.
In Berlin liegt die Partei mit 27,8 Prozent (+ 8,8 % im Vergleich zur vorangegangenen EU-Wahl) )unangefochten an der Spitze, abgeschlagen folgen die CDU mit 15,2 % (-4,8) und die SPD mit 14,0 % (-10).
Leicht zugelegt im Vergleich zur EU-Wahl im Jahr 2014 hat die rechtsextremistische AfD, bleibt aber knapp einstellig (9,9 % / +2,8). Bemerkenswert auch: Die Partei „Die Partei“ Mit Spitzenkandidat Martin Sonneborn und „Präsidentschaftskandidat“ Nico Semsrott erreicht mit 4,8 Prozent, ein Zehntelpunkt mehr als die FDP.

Auch im Bezirk Pankow sind die Bündnisgrünen Spitzenreiter. Nachdem gut 95 Prozent aller Stimmen ausgezählt sind, können sie 31,3 % der Stimmen für sich verbuchen, 8,9 % mehr, als vor fünf Jahren. Es folgen die Linken mit 15,3 % (-7,4), die SPD mit 12,3 % (-9,8), die CDU mit 10,2 % (-3,2) und die AfD mit 9,5 Prozent (+2,8)

Erstaunlich hoch war diesmal die Wahlbeteiligung. Mit 65,5 % lag Pankow zwar über dem Berliner Durchschnitt von 60,6 %, Im Vergleich der Bezirke reichte es hinter Steglitz- Zehlendorf ( 69,0 %) Friedrichshain-Kreuzberg (67,3 % ) und Charlottenburg-Wilmersdorf 66,2 %) nur für den vierten vierten Platz.

Gewonnen haben die haben die Grünen eigentlich jedem Wahlbezirk sowohl gegenüber den vergangenen Abgeordnetenhaus- und Bundestagswahlen, als auch im Vergleich zu den EU-Wahlen im Jahr 2014.
Besonders stark vertreten sind die Bündnisgrünen traditionell in Prenzlauer Berg, wo in den Wahllokalen fast durchgängig Werte zwischen 40 und 50 Prozent ausgezählt wurden. Spitzenreiter Grünen-Spitzenreiter ist das Wahllokal 03608, das im Cafe Lambda in der Sonnenburger Straße untergebracht war: Hier stimmten 52,4 Prozent aller Wähler für Grün.
 

Der zweite Aufsteiger lief unter „Übrige“

Zuweilen war allerdings auch die Rubrik „Übrige“ als stärkste „Partei“ ausgewiesen, wie zum Beispiel im Wahlbezirk 03410 – da erreichte der graue Balken einen Wert von 28,1 Prozent

 


 

Das liegt daran, dass auch die Partei „Die Partei“ noch immer darunter fällt, die hier allerdings mit satten zwölf Prozent stärker als SPD (9,9 %) und die CDU (4,6 %) ist.

Überhaupt hat die Sonneborn-Semsrott-Partei in Prenzlauer Berg eine sehr gute Performence hingelegt: Durchweg brachten sie zwischen sieben und zehn Prozent der Wähler hinter sich.

Das könnte durchaus ein Omen sein. Zur Bundestagswahl 2009 erreichten die Piraten in Prenzlauer Berg mehr als fünf Prozent der Stimmen.

Zwei Jahre später schafften sie den Sprung ins Abgeordnetenhaus.

 

 



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