Sanierte Elisabeth-Christinen-Grundschule: Nun auch offiziell eröffnet


 

Umgezogen war die Elisabeth-Christinen-Grundschule schon im Februar, nachdem zwei der drei Gebäude am neuen Standort in der Niederschönhausener Blankenburger Straße grundsaniert und modernisiert waren. Am Montag wurde nun das dritte Schulhaus – ein Bau aus dem Jahr 1907 – formal übergeben (die Schüler nutzen es schon längst) und die offizielle Eröffnung mit einem Schulfest begangen. Pankows Bezorksschulstadtrat Torsten Kühne (CDU) war dabei und auch die in letzter Zeit mit schlechter Presse zu kämpfen habende Berliner Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD)

Gedenktafel für Hans Fallada

Früher befand sich auf dem Gelände die Hans-Fallada-Schule, benannt nach dem Schriftsteller Rudolf Ditzen, der sich Fallada nannte, und der hier 1947 – zu dieser Zeit wurden das Areal als Hilfskrankenhaus genutzt – verstarb.

Bis 2013 hatte dann die Konrad-Duden-Sekundarschule ihr Domizil in der Blankenburger Straße, die dann einen sanierten DDR-Schulbau in der Rolandstraße umzog.

Danach wurden die Planungen für eine grundlegende Sanierung des Schulstandortes in der Buchholzer Straße begonnen, den nun die bis dahin in der Lindenberger Straße beheimatete Elisbeth-Christinen-Grundschule in Besitz genommen hat.
Etwa 300 Kinder lernen in dieser dreizügigen Schule in den Klassenstufen 1 bis 6.

Bezirksstadtrat Torsten Kühne

Die Schule am alten Standort kam 2017 in die Schlagzeilen, als die Schulleitung ankündigte, wegen gravierender Brandschutzmängel etliche Schulräume für den Unterricht zu sperren. Der damals gerade ins Amt gekommene Schulstadtrat Kühne löste das Problem mit „lebenden Brandmeldern“: Ein Wachschutz wurde engagiert, der die gefährdeten Gänge bis zur Behebung der Mängel täglich sechzehn Stunden lang beobachtete.

In seiner Rede erinnerte Kühne an diese Episode und scherzte, dass der neue Schulcampus nun besonders brandsicher sei – denn direkt nebenan habe ja die Freiwillige Feuerwehr Niederschönhausen ihre Wache.

Elf Millionen Euro wurde in den Campus investiert, in den denkmalgerecht umgebauten Gebäuden verfügen alle Klassenzimmer über Smartboards – das sind elektronische Schultafeln – der Schulhof wurde neu gestaltet und es wird auch eine Mensa mit einer Schülerküche geben.

Dieser Bau wird allerdings erst zum Ende dieses Jahres fertig sein. Dann wird hier aber nicht nur gekocht und gegessen. In den Mensa-Neubau ist ein Teil eines alten Gebäudes integriert, der wegen seiner etwas höheren Lage als Bühne genutzt werden kann. So ist es möglich, den Raum auch als Aula oder Theater zu nutzen. Und davon soll nicht nur die Grundschule profitieren. Elternvertreter der Schule haben den Vorschlag gemacht, den Mehrzweckraum der Musikschule Pankow für Veranstaltungen oder Proben zur Verfügung zu stellen.

Das leergezogene Schulgebäude in der Lindenberger Straße soll nun ebenfalls saniert und dann zu einem weiteren Grundschulstandort ausgebaut werden.

 

Impressionen

 



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