Antanzen gegen Mietenwahnsinn und Einwohnerverdrängung


 

„Wem gehört die Stadt?“ war das mehr rhetorische Motto der „Tanzdemo“, mit der am Sonnabend Demonstranten gegen die Verdrängung von Menschen mit geringem Einkommen aus den Innenstadtbezirken protestierten.
Treffpunkt und Beginn der Veranstaltung, die ein wenig an eine Kleinausgabe der Love-Parade erinnerte, war die Kreuzung am U-Bahnhof Eberswalder Straße. Waren es anfangs nur rund 1.000 Teilnehmer, die hinter mehreren Themenwagen herzogen, nahm deren Zahl während des Umzuges in Richtung Mitte und Kreuzberg ständig zu.

Kultursenator Klaus Lederer

Wohl prominentester Demo-Tänzer war der Berliner Bürgermeister und Kultursenator Klau Lederer (Die Linke), der auch gleich zur Auftaktkundgebung das Wort ergriff. Lederer wies darauf hin, dass „innerhalb von zehn Jahren die Mieten in Berlin um 100 Prozent gestiegen sind.“ Deshalb so der Politiker weiter, sei es „richtig, dass wir in Berlin gerade über den Mietendeckel und die Vergesellschaftung reden“.

Auch bei mehreren Kundgebungs-Zwischenstopps gab es Ansprachen. So zum Beispiel von Michael Prütz von der Initiative „Deutsche Wohnen und Co enteignen“. Jahrelang, so Prütz, habe man versucht, auf Konzerne wie die Deutsche Wohnen und Akelius einzuwirken. „Sie haben auf uns geschissen. Jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen.“

Die Demonstration, die nach Angaben der Veranstalter bis auf 12.000 Teilnehmer angewachsen war, endete nach 21 Uhr auf dem Kreuzberger Moritzplatz.

 

Impressionen

 



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