Graue „Panzersperre“ auf dem Fröbelplatz soll bebuntet werden

 

Schon während des Baus im August lästerte der Bezirksverordnete Wolfram Kempe (Linksfraktion) angesichts der auf dem Fröbelplatz entstehenden massiven Betonwand, dass das Bezirksamt dort „ offenbar eine – wenn auch dilettantische – Panzersperre zur Prenzlauer Allee hin hat errichten lassen“ und fragte die Bezirksverwaltung, mit welchen Truppenbewegung die dort rechnet.
Tatsächlich wurde dieses massive Bauwerk aus Lärmschutzgründen gegossen – um die Straßengeräusche vom Park fernzuhalten.

Dennoch: Schön ist anders, und bereits zur Einweihung des neugestalteten Fröbelplatzes war die „Panzersperre“ mit ersten Graffiti-Tags versehen. Da erstens solche Schriftzüge nicht wirklich ansehnlich und zweitens weitere Krakeleien zu erwarten sind, will die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) die farblichen Entäußerungen jugendlicher Sprayer in geordnete Bahnen lenken.

 

Wenn schon bunt, dann „mit der gewünschten Sorgfalt und Geduld“

In einem Beschluss, der auf Antrag der Linksfraktion erfolgte, wird das Bezirksamt „aufgefordert, die neu gebaute Betonwand auf dem Fröbelplatz als legale Möglichkeit für Graffiti-Kunst auszuschreiben. Zusätzlich sind Müllbehälter für die Entsorgung der Dosen aufzustellen.“

Auch wenn es sich um eine Lärmschutzmauer handelt, so die Begründung des Beschlusses, „ist es möglich, dass eine Mauer mehr als nur einen Zweck haben kann. Daher sollte die Betonwand als legale Möglichkeit für Graffiti-Kunst bereitgestellt werden, um vor allem jugendlichen Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit zu geben, den Platz auf legale Weise und mit der gewünschten Sorgfalt und Geduld für Kunst zu nutzen und bunt zu gestalten.“

Denn illegale Graffitis, heißt es weiter in dem Beschluss, „werden oft da angebracht, wo der Raum für legale Kunst fehlt. Statt repressiv gegen die Entfaltung junger Menschen vorzugehen, sollten offene und freie Strukturen geschaffen werden, die Kunst unterstützt, jungen Menschen offene Angebote macht und unseren Bezirk aufwertet“.

 



Kommentar zu “Graue „Panzersperre“ auf dem Fröbelplatz soll bebuntet werden”

  1. Egal ob die den Beton-Mißt bunt anpinseln, es sieht trotzdem zum Kotzen aus! Und ob das Gebilde wirklich den angedachten Lärmschutz bringt, ist äußerst fraglich! Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn hatte mit dieser Schnapsidee der „Panzersperre“ – besonders als Grüner – eine wirklich bescheuerte Idee! Eine Holzspundwand wäre hier sicherlich besser gewesen, falls man hier wirklich eine Lärmschutzwand benötigt, was sowieso fraglich ist.

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