Flüchtlingsunterkunft in Buch schließt erst im Sommer


 

Nach Gesprächen zwischen Senatorin Elke Breitenbach und Bezirksbürgermeister Sören Benn (beide Die Linke) wird die Nutzung der Gemeinschaftsunterkunft in der Bucher Großcurthstraße erst am 30. Juni 2020 beendet. Das teilte heute (Freitag) das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) mit. Eigentlich sollte die Einrichtung mit 550 Plätzen schon im kommenden Januar seine Pforten schließen.

Als Grund für die Verlängerung der Standzeit des Wohncontainerdorfes nannte das LAF die „Sicherung von Unterbringungskapazitäten für statusgewandelte Geflüchtete“, also Menschen, die mittlerweile über einen regulären Bleiberechtsstatus verfügen. Wegen der angespannten Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt finden viele von ihnen keine eigene Wohnung und leben deshalb weiter in den Gemeinschaftsunterkünften. Nach Angaben des LAF betrifft die berlinweit derzeit etwa 11.000 Menschen.
 

Verzögerungen beim Bau von Modularen Unterkünften

Darüber hinaus gibt es bei der Umsetzung der vom Senat beschlossenen neu zu bauenden Modularen Unterkünfte für Geflüchtete (MUF) erhebliche Verzögerungen. Bislang konnten erst 16 von 30 Standorten aus der 2016 getroffenen Bauentscheidung in Betrieb genommen werden. Der erste von 25 in 2018 beschlossenen Standorten (MUF 2.0) mit Apartmentstruktur wird voraussichtlich im Sommer 2020 eröffnet.

Daher hat sich der Senat entschlossen, in Gesprächen mit allen Bezirken die Möglichkeit auszuloten, Containerstandorte oder Tempohomes für eine begrenzte Zeit weiter für die Flüchtlingsunterbringung zu nutzen.

Die von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betriebene Unterkunft wurde im Frühjahr 2015 eröffnet und war die erste „Containerunterkunft“, die im Bezirk Pankow errichtet wurde.

 

Foto: LAF

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