Masken-Monopoly

 

Die einen sagen so – die anderen sagen so.

Ob sogenannte einfache Mund-Nase-Masken tatsächlich vor einer Weiterverbreitung von Covid-19-Viren schützen, ist letztlich unklar. Die einen führen Jena als Beispiel an, weil dort nach Einführung einer Tragepflicht die Neuansteckungen auf Null gesunken sein sollen. Die anderen verweisen die Stadt Nordhausen, die zur selben Zeit Maskentragen verordnete und steigende Infektionszahlen aufweist.
Selbst der allgegenwärtige Virologe Christian Drosten schien bisher nicht wirklich überzeugt. Immerhin hatte er nun kürzlich von einer Studie berichtet, bei der bei Masken tragenden Probanden unter Laborbedingungen – 30 Minuten am Stück ohne Luftbewegungen nahe an einer Art Viren zählenden Staubsauger – tatsächlich keine Erreger mehr in die Luft abgaben, während zumindest bei einem Teil der Unbetuchten welche nachgewiesen wurden.
 

Millionenfacher Bedarf

Nun sind S- und U-Bahnwagen keine Labore – vor allem aber: Solche OP-Masken dürften ihre Wirksamkeit nur dann entfalten, wenn sie nicht länger als zwei, drei Stunden getragen werden, weil sie anderenfalls – warm und feucht – eher als Sammel- und Brutstätten für Erreger aller Art mutieren dürften, die dann bei einem kräftigen Nieser in geballter Form an die Umwelt abgegeben werden.

Das bedeutet, so die Maskenträger ihren Mund- und Nasenschutz vorbildlich wechseln, entsteht mit der heutigen Einführung der Tragepflicht im öffentlichen Personennahverkehr in Berlin ein Bedarf von täglich mehreren Millionen Mundschutzteilen. Das treibt natürlich die Preise in die Höhe.

Die Berliner Zeitung hatte in der vergangenen Woche eine Umfrage bei verschiedenen, vor allem Prenzlauer Bergern Anbietern gemacht, die einem die Augen übergehen lassen. Teile, für die man vor der Corona-Krise Centbeträge zahlen musste, kosten drei, vier, fünf oder noch mehr Euro. Ein Späti in der Danziger Straße will laut Zeitungsumfrage acht Euro für eine selbstgenähte Maske haben und war dabei noch nicht einmal Spitzenreiter: Bei einem Spätkauf in der Herrmannstraße wurden 17 Euro aufgerufen.

Um der Knappheit zu begegnen, hat der Senat nun ein Portal online gestellt, auf dem Maskenanbieter und und -suchende nun miteinander ins Geschäft kommen können. Doch auch hier bewegen sich die Preise oft im zweistelligen Bereich: Bisheriger Spitzenreiter ist eine Wollmaske für 19,80 Euro. Da kommt einem eine U-Bahnfahrt richtig teuer.

 


 



13 Kommentare zu “Masken-Monopoly”

  1. maik

    Apr 27. 2020

    ist eh zuspät, der maulkorb. schön das co2 einatmen. nach wenigen stunden sind die maulkörbe Bakterien- und Virenschleudern also schön wechseln.

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  2. ist eh zuspät, der maulkorb. schön das co2 einatmen. nach wenigen stunden sind die maulkörbe Bakterien- und Virenschleudern 🙂 also schön wechseln.

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  3. Erst mal gibt es keine originalen Prenzlauer berger mehr Woran das liegt können sich alle denken und dort haben doch die Leute die Kohle wer sich eine loft Wohnung leisten kann der kann auch nur teure Maske kaufen. Und wenn s nicht passt MOL, OHV wartet schon

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  4. Naja man kann die zugezogenen natürlich auch in schutz nehmen vielleicht gibt’s dann irgendwas dafür weiß ich nicht ich bin eine das kind gerne beim namen es gibt sehr viele leute die verdrängt wurden und daran sind die zugezogenen nicht ganz unschuldig. Kleiner tipp mach doch mal ne umfrage in deinem kiez wie viele leute mit der situation zufrieden sind Ich muss mit den hunden nicht mit heulen das tun millionen andere.

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    • Judith Fischer Dann bist du vielleicht einer der es geschafft hat sich dort zu halten aber frag mal in dem umfeld wie viele leute gerne zurück würden und es niemals mehr schaffen und wer daran alles so schuld hat. Ist mal die augen aufsperren um die ohren spitzen.

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      • Marnie Sonntag Angebot und Nachfrage waren und sind schon immer Produkt des Kapitalismus, dem wiederum maßgeblich durch Politik Tür und Tor geöffnet wurde/wird. Ich gebe niemandem persönlich die Schuld daran, sich eine Wohnung da zu suchen, wo man wohnen möchte und wo es mit den eigenen Mitteln eben möglich ist. Bezahlen viele zu viel für ihre vier Wände? Sicherlich! Sind die Menschen daran schuld, dass andere sich das nicht leisten können (oder wollen)? Nein, mit Sicherheit nicht!

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        • Judith Fischer und wenn Menschen ihre Wohnung verlieren wegen solchen Leuten ist es gut ? Ekelhaft wie man das noch gut finden kann dann hoffe ich für dich das dass Karma dich mal einholt

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          • Ich kann Marnie bissl verstehen … es ist nicht mehr das Prenzlauer Berg was es mal war … ich glaube , der Bezirk ist einer der teuersten im Osten Berlin’s geworden… 🤷‍♀️

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        • Marnie Sonntag wo steht denn, dass ich es gut finde, dass sich Menschen ihre Wohnung nicht mehr leisten können? Ich wohne übrigens im unsanierten Altbau im Milieuschutzgebiet, also einfach mal den Ball flach halten statt mir mit Karma zu kommen…Sie waren es, die pauschal über „Besserverdienende“ bzw. „Zugezogene“ geurteilt hat.

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