Berufsausbildung ohne Deutsch- und Matheunterricht? CDU-Kandidatin für Abschied von „allgemeinbildenden Fächern“

 

Nachdem die CDU-Kandidaten Lars Zimmermann und Gottfried Ludewig bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 souverän den zweiten Platz im Wahlkreis Pankow errangen, soll es diesmal nun eine Kandidatin richten: Manuela Anders-Granitzki. Ihre politischen Erfahrungen sammelte sie als langjähriges Mitglied der Pankower Bezirksverordnetenversammlung.
Sie dürfte es etwas schwerer haben, als ihre Vorkandidatin: Der Einbruch der Bundes-CDU wird auch an den Direktkandidaten der Partei nicht spurlos vorübergehen.

Die Lehrerin an einem Oberstufenzentrum will sich im Falle ihrer Wahl besonders um die Bildungspolitik kümmern. Die Auswüchse des Bildungsförderalismus sieht sie kritisch und fände es vorteilhafter, wenn die zum Teil sehr unterschiedlichen Lehrpläne und Bewertungskriterien der einzelnen Bundesländer soweit angeglichen würden, dass es eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse gibt.
 

Individuelle Freiheit: Autofahren ja – Cannabis nein

Im Gespräch mit der Prenzlberger Stimme plädiert sie für eine Abschaffung der allgemeinbildenden Fächer in der Berufsausbildung. So sollten zum Beispiel die Fächer Deutsch und Mathematik künftig gestrichen werden und und der Stoff nur noch als nicht zu bewertendes Serviceangebot vermittelt werden. Damit, so Manuela Anders-Granitzki, könnte man den Berufsschülern, die bereits während ihrer Schulzeit Probleme mit Deutsch oder Mathe hatten, die Angst nehmen, den Berufsabschluss wegen schlechter Leistungsnote in diesen Fächern nicht zu schaffen.

Die CDU-Kandidatin sieht große Herausforderungen bei der Bewältigung von Klimakrise und Digitalisierung will aber auf keinen Fall die Steuern zur Finanzierung erhöht sehen. Die Erhöhung der Einkommenssteuer zumindest für sehr, sehr gut Verdienende, lehnt sie ebenso ab, wie eine Vermögenssteuer.

Dass auch künftig jeder sein Auto nutzen kann, ist für die Kandidatin ein Teil der individuellen Freiheit. Die allerdings endet für sie bei der Entkriminalisierung von Cannabis: Es sollte neben den frei erhältlichen Rauschmitteln nicht noch weitere legal verkauft werden.

Beim Thema bauen tritt sie für eine Straffung der Planungsvorläufe ein. Zugleich fordert sie eine Intensivierung der Infrastrukturplanung.

Das ganze Gespräch gibt es hier:

 

 

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