Russenmafia, Stasi, KGB, Geldwäsche und eine ominöse Sekte – das muss zwangsläufig ein Thriller werden. Der Titelheld des Romans „Niemandsland“ von Johannes Lindhorst ist ein junger DDR-Bürger, der Ende der 60er Jahre als Dreizehnjähriger einen Stasioffizier als väterlichen Feund findet. Jener formt aus ihm einen glühenden Kommunisten, der dann später selbst zu einem Geheimdienstmann wird. Als solcher schmuggelt er vom Embargo belegte westliche Computertechnik in die DDR und die Sowjetunion, gerät dabei in Verquickun-
gen von KGB und Mafia – was seine Weltsicht ob der Aufrichtigkeit des Systems nachhaltig in Frage stellt.

Er wird daraufhin in eine ostdeutsche Elektronikfirma“ strafversetzt“.
Mit dem 1989er Umbruch will er nun ein neues Leben beginnen, doch schon wieder kreuzt die Mafia seinen Weg: Sie ist dabei, während der Wendewirren mal eben seinen Betrieb zu übernehmen. Damit nicht genug, macht sich dort auch noch sein einstiger väterlicher Freund breit, der mittlerweile nicht mehr bei der Stasi, sondern Chef einer ominösen Sekte ist…
Wer wissen will, wie es weitergeht, sollte das Buch von Johannes Lindhorst lesen – allein, es ist noch gar nicht erschienen. Dennoch hat es bereits den Werner-Bräunig-
Literaturpreis erhalten. Einen kleinen Auszug der Geschichte kann man hier finden. Und wer danach Lust auf mehr hat, der sollte unbedingt am Freitag 20.00 Uhr in der Kurt-Tucholsky-Bibliothek dabei sein, wenn der Autor aus seinem noch unveröffentlichten Werk vorliest.
„Niemandsland“ – Lesung mit Johannes Lindhorst am 11. Februar 2011. Beginn: 20.00 Uhr im Veranstaltungsraum der Kurt-Tucholsky-Bibliothek in der Esmarchstr. 18
Der Eintritt ist frei



