Die Firma Parkeon, die in Prenzlauer Berg die Aufstellung der Parksäulen übernommen hatte, wird dem Bezirk 90.000 Euro vom Kaufpreis erlassen. Das teilte Ordnungsstadtrat Jens-
Holger Kirchner den Bezirksverordneten des BVV-Ausschus-
ses für öffentliche Ordnung, Verkehr und Verbraucherschutz mit. Kirchner hatte wegen erheblicher Verzögerungen und Versäumnisse bei der Installation der Säulen von dem Unternehmen einen finanziellen Ausgleich für die dadurch erlittenen Einbußen verlangt und vorsorglich 250.000 Euro vom vertraglich vereinbarten Preis einbehalten. Kirchner rechtfertigte das Eingehen auf das bedeutend unter den ursprünglichen Forderungen des Bezirkes liegende Angebot von Parkeon damit, dass dass Bezirksamtes eine gerichtliche Auseinandersetzung mit der Parkstelenfirma vermeiden wollte.
Säulenbekunstung in wenigen Wochen
Nachdem es „Kunst am Bau“ doch schon eine Weile gibt,
folgt demnächst nun „Kunst an der Säule“.
Im Vorfeld der Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Prenzlauer Berg hatte Ordnungsstadtrat Jens-Holger Kirchner angekündigt, das ewig gleiche Blau der Ticketspender durch Künstlerhand verschönern zu lassen. Zu diesem Behufe wurde ein Wettbewerb ausgerufen, der das kreative Potential von Prenzlauer Berg in Richtung Parkscheinautomaten lenken sollte. Eigentlich war vorgesehen, dass die „Auswahl und Entscheidung (über die Kunstwerke -ODK) bis Ende Februar und die Produktion ab März 2011“ erfolgt. Nun ist sogar schon der Mai verflossen, und die Eurogräber strahlen noch immer in ihrer Einheitsfarbe. Jetzt heißt es, „noch im Juni oder Juli“ (Bezirksamtssprecher Tobias Schietzelt) wird die Säulenbekunstung öffentlich zelebriert werden.
Was soll’s, wahre Kunst ist sowieso zeitlos.
Die Neuen sind die Alten
Nachdem die Forderung jener Prenzlauer Berger, die noch nicht in parkgebührlichen Straßenzügen wohnen, immer lauter wurden, auch bei ihnen eine Parkraumbewirtschaftung einzuführen, hatte die Bezirksverordnetenversammlung auf Empfehlung des BVV-Verkehrsausschusses beschlossen, das Bezirksamt zu beauftragen, eine Machbarkeitsstudie zu diesem Thema erstellen zu lassen. Die Ausschreibung für die Anfertigung der Studie ist nun abgeschlossen. Stadtrat Kirchner: „Es haben sich drei Firmen am Ausschreibungs-
verfahren beteiligt. Das Angebot einer Firma war völlig überteuert, eine zweite hatte überhaupt keine konkreten Angaben gemacht, so dass das Angebot nicht gewertet werden konnte.“ Übrig blieb die LK Argus GmbH, die bereits die Studie für den südlichen Teil von Prenzlauer Berg erarbeitet hatte. In der 25. Kalenderwoche werden sich die LKArgus-Mitarbeiter zum Auto-Zählen in die in vorgesehenen Stadteile (u.a. Bötzowviertel, Grüne Stadt) begeben. Das Ergebnis soll im August vorliegen.





