Von den Linken hatte man im Wahlkampf bisher nicht allzuviel mitbekommen. Doch als am Mittwoch die „Berliner Wahlkampftour“ der Linkspartei am Antonplatz Station machte, fanden sich bis zu 600 Anhänger der Linkspartei ein. Und das wohl nicht nur, um ihren Bezirks- und Landeskandidaten mal den Rücken zu stärken, sondern auch, um die beiden Altstars der Partei direkt zu erleben.
Dabei hatte das, worüber sie sprachen, zumindest direkt kaum etwas mit Pankow oder auch nur der Berliner Landespolitik zu tun: Oskar Lafontaine sprach wie so oft schon über Banken und Weltwirtschaftskrise, und Gregor Gysi wiederholte gar seine Bundestagsrede aus der Haushaltsdebatte vom 7. September. Das machte aber nichts. Wer den beiden zuhörte, den konnte Wehmut überkommen: Weil man erlebte, wie eine politische Rede sein könnte – und dies dann mit all dem verglich, was man in den vergangenen Tagen und Wochen so über sich ergehen lassen durfte…




















