Wahl/Prenzlauer Berg: ZDF und Grüne zählen mit

Heute Morgen gegen 7.30 Uhr im Wahllokal 712 in der Wilhelm-von-Humboldt-Schule in der Gudvanger Straße: Die Wahlhelfer überzeugen sich davon, dass die Wahlurnen leer sind, danach werden die Behältnisse verschlossen und versiegelt. Die Listen werden sortiert, es geht auf acht Uhr zu. Gleich soll das Wahllokal offiziell eröffnet werden – da erscheint ein junger Mann und stellt im Vorraum eine Mini-Wahlurne ab. Er weist sich als Mitarbeiter der „Forschungsgruppe Wahlen“ aus, also jenes Meinungsforschunginstituts, das für das Zweite Deutsche Fernsehen die Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl erstellen wird. Kurz folgt ihm eine Kollegin – sie soll das benachbarte Wahllokal 713 beobachten.
Bei der Erhebung der Wahlprognose wird allerdings nicht jeder Wähler mitwirken. Nur jeder vierte wird von den Entsandten der „Forschungsgruppe Wahlen“ gebeten werden, die Wahl noch einmal zu „wiederholen“. Insgesamt sechs Mal wird dann das Ergebnis an die Zentrale weitergeleitet, die daraus den Trend des Wählerwillens errechnet und ihn pünktlich um 18 Uhr im ZDF präsentiert.

Doch nicht nur die professionellen Meinungsforscher wollen schneller als die Wahlämter sein. Auch die Wahlkampfhelfer des grünen Direktkandidaten Andreas Otto (Wahlkreis 6) werden versuchen, das Ergebnis ihres Favoriten zügiger als das Amt zu ermitteln. Dazu werden die Otto-Anhänger ab 18 Uhr die Auszählung der Stimmen in den entsprechenden Wahllokalen mitverfolgen, um so Gewissheit über das Ergebnis zu erlangen.

 

 



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