
Cornelius Bechtler und Daniela Billig neben den scheidenden Fraktionsvorsitzenden Peter Brenn und Stefanie Remlinger
Bei einer gemeinsamen Sitzung von „alter“ und neuer Fraktion wählten die künftigen Pankower Bezirksver-
ordneten von Bündnis 90/ Die Grünen Cornelius Bechtler und Daniela Billig zu ihren Fraktionsvorsitzenden. Bei den Bündnisgrünen werden traditionell zwei Bezirksverordnete – eine Frau und ein Mann – zu Fraktionschefs gekürt.
Cornelius Bechtler war von 1999 an Bürgerdeputierter und wurde 2006 in die Bezirksverordnetenversammlung gewählt. Dort war er der verkehrspolitische Sprecher seiner Partei und Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen, Immobilienmanagement und Personal. Daniela Billig ist von Beruf Archäologin und seit eineinhalb Jahren Pankower Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Sie gehört das erste Mal einer BVV an.
SPD: Wiederwahl von Sabine Röhrbein
Ebenfalls am Montag trat erstmals die neue Fraktion der SPD zusammen. Sie setzte auf Bewährtes und wählte die bisheriges Fraktionsvorsitzende Sabine Röhrbein zu ihrer Vorderfrau.
Sabine Röhrbein wurde 2006 Bezirksverordnete und ist seit 2008 Vorsitzende der SPD- Fraktion in der Pankower BVV. Dort war sie unter anderem auch Fraktionssprecherin für Gleichstellung und Integration. Beruflich ist Sabine Röhrbein als Geschäftsführerin des LandesFrauenRates Berlin e.V. tätig.
Ihre Stellvertreter sollen auf einer der nächsten Fraktionssitzungen gewählt werden.
Bereits eine Woche zuvor hatte der Kreisvorstand der Pankower SPD getagt und eine Kommission für die kommenden Parteiengespräche zur Bildung des neuen Bezirksamtes berufen. Ihr gehören der Pankower Kreisvorsitzende Alexander Götz, die BVV-Fraktionsvorsitzende Sabine Röhrbein sowie Bezirksbürgermeister Matthias Köhne an.
Das „Positionspapier“ des bisherigen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Direktkandidaten für den Pankower Wahlkreis 6, Roland Schröder, das kurz vor den Wahlen in den Ortsvereinen die Runde machte, stand nach Angaben des Pankower SPD-Vorsitzenden Alexander Götz nicht auf der Tagesordnung des Kreisvorstandes. „Die sachpolitischen Punkte des Papiers“, so Alexander Götz zur Prenzlberger Stimme, „sind ja in vielem identisch mit jenen unseres Wahlprogramms, an dem Roland Schröder maßgeblich mitgewirkt hat.“ Daher gäbe in diesen Punkten auch keinen Dissens. Zu den von Schröder geforderten personellen Veränderungen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wollte Alexander Götz nicht Stellung beziehen. Roland Schröder hatte in seinem Papier die Ablösung der gesamten Spitze der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als „alternativlos“ bezeichnet.



