Als sich am Mittwochabend nun zum wirklich allerletzten Mal die „alte“ Pankower Bezirksverordnetenversammlung zusammenfand, ging es zwar kurz, aber nicht unbedingt auch schmerzlos zu. Der scheidende Stadtrat Martin Federlein (CDU), der seit 1990 dem Bezirksparlament angehörte, beantragte (und bekam) Redezeit für eine „Persönliche Erklärung“: Weil eine solche nach der Geschäftsordnung keine Debatte zulässt.
Und so hielt er mit leichter Wehmut eine kurze Rückschau auf sein über zwei Jahrzehnte andauerndes politisches Wirken.
Matthias Zarbock von der Linksfraktion, ließ, Shakespeare zitierend, das Gespenst der niedergehenden Kultur in Pankow
vor den Bezirksverordneten auferstehen – was den bereits zu DDR-Zeiten dem Bezirksparlament gehörenden und nun wie Federlein ebenfalls in Polit-Pension gehenden Thomas Brandt (FDP) zu der Bemerkung veranlasste, für Theaterdonner sei in dieser BVV immer noch er zuständig gewesen.
Vorsteher Burkhard Kleinert bedankte sich schließlich freundlich bei allen Bezirksverordneten – und ganz besonders bei den Mitarbeiterinnen des BVV-Büros – für die geleistete Arbeit. Danach wurde noch über allerlei, teilweise schon vor Wochen in den Ausschüssen behandelte und verabschiedete Vorlagen abgestimmt – und dann war wirklich Schluss mit der BVV-Arbeit.
Und während die freundlichen Damen des BVV-Büros Prosecco servierten, legte der Himmel über das BVV-Gebäude in der Fröbelstraße einen melancholischen Regenbogen.




