Mit einem Notfallplan will das Bezirksamt Pankow in der kommenden Frostperiode die Schnee- und Eisbeseitigung vor öffentlichen Gebäuden sicherstellen. Für den Fall, dass der vertraglich gebundene Räumdienst seinen Verpflichtungen nicht nachkommen sollte und auch eine Ersatzvornahme nicht möglich ist, werden danach Mitarbeiter des Bezirksamtes selbst zu Besen und Schneeschieber greifen. Dies sei eine Konsequenz, die aus der unbefriedigenden Situation im vergangenen Winter gezogen wurde, erklärte die für Immobilien zuständige Bezirksstadträtin Christine Keil in einem Gespräch mit der Prenzlberger Stimme.
Christine Keil: „Wir haben einen Teil der Standorte neu ausgeschrieben; darüber hinaus wurde eine Firma damit beauftragt, bei Ausfall des vertraglich gebundenen
Winterdienstes die Ersatzvornahme zu realisieren. Sollte es auch da zu Problemen kommen, haben wir im Einvernehmen mit dem Personalrat einen Einsatzplan für Mitarbeiter der Verwaltung aufgestellt, die dann eine Notberäumung vornehmen.“
Im vergangenen Winter blieben die Wege vor den meisten bezirkseigenen Grundstücken Pankows unberäumt, da die beauftragten Firmen sich nicht in der Lage sahen, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Eine der beiden für das Bezirksamt tätigen Winterdienstfirmen hatte noch während des Winters den Vertrag mit dem Bezirk aufgelöst. Der Geschäftsführer des nun allein für alle bezirklichen Grundstücke zuständigen Räumdienstes habe ihr versichert, so Christine Keil, in der kommenden Schneefallperiode besser aufgestellt zu sein. Dies hat allerdings seinen Preis: Betrugen die jährlichen Ausgaben für den Winterdienst für die durch den Immobilienservice des Bezirksamtes Pankow verwalteten Grundstücke bisher rund 140.000 Euro, so werden nach den aktuellen Verträgen voraussichtlich jährliche Ausgaben von ungefähr 379.000 Euro entstehen.




