Im Zuge der Gehwegerneuerung in der Knaackstraße werden voraussichtlich am 2. Dezember die vor den Häusern 62, 64 und 66 stehenden vier Pappeln gefällt. Das teilte das Bezirksamt Pankow mit. In einer Pressemitteilung, deren Unterzeile lustigerweise „Verkehrssicherheit von vier Pappeln gefährdet“ lautet, wird dazu folgendes kund getan:
„Oberflächennahe Wurzeln durchziehen den gesamten Gehweg und sind weitläufig an den Straßenborden entlang gewachsen. Daher kann der Gehweg, gegenüber der Schule am Kollwitzplatz, angesichts der vier dort stehenden Pappeln (Populus nigra ‚Italica’) nicht halbwegs regulär gebaut werden. Notwendige Wurzelkappungen würden zu verstärkter Wurzelbrut- und Totholzbildung führen. Zudem haben die Pappeln bereits ein Lebensalter von über 40 Jahren erreicht, so dass sie besonders ast- und windbruchgefährdet sind.
Allein die laufende Totholzbildung im Schwach- bis Starkastbereich stellt ein erhebliches Problem bezüglich der Verkehrssicherheit dar. Im Rahmen eines Leitungsbaus der Berliner Wasserbetriebe wurde zudem im vergangenen Sommer ein durchgängiger Graben unmittelbar entlang der vier Pappeln gezogen, wobei mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Standsicherheit beeinträchtigende Wurzeln gekappt wurden. ‚Die vier Pappeln haben angesichts der von ihnen ausgehenden Beeinträchtigungen durch überall treibende (und hebende) Wurzeln ohnehin nur noch eine eng begrenzte weitere Zukunft als Straßenbäume an dieser Stelle.
Im Rahmen der Gehwegerneuerung werden in diesem Bereich neue reguläre Baumscheiben hergestellt und bis zum Frühjahr 2012 vier Ersatzbäume (Säulen-Ahorn – Acer platanoides ’Columnare’) gepflanzt“, erklärt Jens-Holger Kirchner (Bü90/Grüne), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung.“
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max
Nov. 27. 2011
Ich weiß nicht, warum man da so ein Geschrei macht? In der Tat ist diese Pappel kein wirklich schöner Baum. Zudem zerstört das Wurzelwerk den Gehweg. Man hat in der DDR diese Pappel sehr oft gepflanzt, weil sie sehr schnell wuchs und die Städte und Gemeinden „schöner“ machte. Natürlich Quatsch. Hier galt damals: Wer Ahnung hatte durfte nicht entscheiden und derjenige, der entscheiden durfte, hatte keine Ahnung.