Beim Kampf um die Plätze gingen sie leer aus – sehenswert sind sie trotzdem: Die Prenzlauer Berger Beiträge zum Kurzfilmfestival „Kiezkieken“. Das Programmkino „Lichtblick“ in der Kastanienallee zeigt am Sonntag, dem 26. Februar noch einmal alle Beiträge, die in irgendeiner Weise Prenzlauer Berg zum Thema haben.
Zum Beispiel „Was übrig bleibt“, eine Dokumentation von Peter Benedix aus dem Jahr 2007 über die den Second-Hand-Laden in der „Gnadenhütte“ in der Malmöer Straße. Der Film dürfte bald historischen Wert haben: Die Gnadenhütte“ wurde mittlerweile verkauft, ein „Baugruppen“-Investor plant dort einen schicken Neubau mit Eigentumswohnungen.
Auch der Publikumsrenner unter den Prenzlauer-Berg-Streifen wird zu sehen sein: „Ursus Berlinensis – Die Bären von Berlin“ von Gerald Backhaus. Und das ist nun nicht – wie verschiedentlich in den Ankündigungen zu lesen war – eine „Tierdokumentation“, sondern eine richtig ulkige Satire auf die Klischees, die den (männlichen Bewohnern verschiedner Bezirke zugeschrieben werden – hier vertreten durch den Marzahn-Bär, den Prenzel-Bär und den Wedding-Bär.
Amüsant auch: Der Streifen „Phänomene des Alltags“, in dem Marion Pfaus unter anderem belegt, dass man auch über Verkehrsschilder stolpern kann, die in drei Meter Höhe hängen…

KIEZKIEKEN im „Lichtblick“
Den Prenzlauer Berg (Teresa Beck, René Reichelt, 2011, Experimentalfilm, 1’48 min)
Phänomene des Alltags – Teile 1 und 2 (Marion Pfaus, 2011, Dokumentarfilm, 5’00 min)
Warten (Wicki Bernhardt, Daniel Kupferberg, 2011, Experimentalfilm, 2’10 min, ohne Dialog)
Familienschaukel (Tobias Wiemann, 2007, Spielfilm, 5’16 min)
Ursus Berlinensis – Die Bären von Berlin (Gerald Backhaus, 2011, 10’22 min)
Licht, Luft und Farbe – Die Wohnstadt Carl Legien in Prenzlauer Berg (K3 – Kreativkurs Kulturdokumentation/Mediensarter, 2011, Dokumentation, 11’00 min)
Was übrig bleibt (Peter Benedix, 2007, Dokumentation, 12’04 min)
Jahrtausendnacht (D. Chill, 1999/2000 u. 2011, Dokumentation, 28’30 min)
Ort: Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77
Datum: 26. Februar 2012
Beginn: 22 Uhr
Eintrittspreise: 5,00 Euro / ermäßigt 4,50 Euro / Kinder: 2,50 Euro
Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Rentner, Flüchtlinge, Sozialhilfeempfänger, Zivildienstleistende





