Bewacht von einer ungefähr identisch großen Anzahl von Polizeibeamten fanden sich gestern (Dienstag) Abend trotz des nicht enden wollenden Regens an die einhundert Menschen gegenüber dem Pfefferberg-Eingang zu einer „Video-Kundgebung“ gegen das „BMW Guggenheim Lab“ zusammen. Veranstalter war der Anwohnerverein Leute am Teute. Vorgeführt wurde die ARD-Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“ von Eric Friedler und Barbara Siebert. Darin wird aufgezeigt, wie die Unternehmerfamilie Quandt – nach wie vor Hauptaktionär des BMW-Konzerns – durch die
Ausbeutung von Zwangsarbeitern und als Nutznießer der „Arisierung“ von jüdischen Unternehmen im „Dritten Reich“ den Grundstock für ihr heutiges Vermögen legte.
„Leute vom Teute“-Aktivist Willi Maurer wies in einer kurzen Ansprache vor Beginn der Filmvorführung darauf hin, dass die Familie Quandt auch in Berlin Zwangsarbeiter für sich schuften ließ: In einer damals in Niederschöneweide ansässigen Batteriefabrik.
Obwohl der Regen während des gesamten Abends nicht aufhörte und die Filmvorführung auf Grund technischer Probleme mehrmals unterbrochen wurde, hielt der Mehrzahl der zum Protest erschienen bis zum Ende der Veranstaltung durch. Die anwesenden Polizeibeamten taten es ihnen gleich.
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