Der Umbau zur Fahrradstraße steht bevor – wenn wohl auch nicht mehr in diesem Monat. Während es auf der letzten Sitzung des BVV-Ausschusses für öffentliche Ordnung, Verkehr und Verbraucherschutz noch hieß, Baubeginn sei bereits im Oktober, wird jetzt von seiten der S.T.E.R.N. GmbH, der die Abwicklung des Umbaus übertragen wurde, mitgeteilt: „So schnell geht das nicht. Schließlich müssen wir die gesetzlichen Vorgaben be-
züglich der Ausschreibung der Bauleistungen einhalten. Wir haben jetzt in einem verkürzten Ausschreibungs-
verfahren sechs Firmen angeschrieben – in der nächsten Woche werden die Gebote vorliegen.“
Der Umbau selbst besteht vor allem aus zwei „Vorstreckung“ genannten Fahrbahnverengungen. Dabei ragt der Bürgersteig von beiden Seiten der Straße wie eine Halbinsel in den Fahrbahnbereich hinein. Auf den „Vorstreckungen“ – eine an der Kreuzung Choriner/Ecke Schwedter Straße, die zweite an der Einmündung Oderberger Straße – werden Bügel zum Anschließen von Fahrrädern eingebaut werden. Des weiteren werden Fahrbahnmarkierungen aufgebracht und Verkehrs-
schilder aufgestellt. Trotz des späteren Baubeginns sollte die Sache wohl doch bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Die Umwidmung des auf der Prenzlauer Berger Seite gelegenen Abschnitts der Choriner Straße zur Fahrrad-
straße ist dabei nur Teil einer längeren, im Bezirk Mitte gelegenen Strecke, die über die in Richtung Süden über die Torstraße hinweg bis zur Linienstraße führt.
Die Linienstraße, die vom Rosa-Luxemburg-Platz bis zum Oranienburger Tor führt, wurde bereits im August 2008 zur Fahrradstraße erklärt. Allerdings ist sie weiterhin für „Anlieger“-PKW geöffnet – aber ob all die Kraftwagen, die durch die Linienstraße tuckern, tatsächlich Anliegern gehören, darf bezweifelt werden – kontrolliert hat das wohl noch niemand. Frei für „Anlieger“ soll auch die Strecke Choriner/Gormannstraße sein. Was wohl bedeutet: Keine wirkliche Fahrradstraße – aber immerhin eine Art verkehrsberuhigte Zone.






