Erst Bußgeld – dann Abtransport

Sie stehen unübersehbar an Straßenecken, an Parkplätzen und Grünanlagen und sind fast schon stadtbildprägend: Altkleider-Container, die nicht selten mit einem „guten Zweck“ werben. Doch nur der geringste Teil kommt tatsächlich bei Bedürftigen an, Altkleidersammlungen sind ein lohnendes Geschäft.
Seit 2007 hat sich der Preis für Alttextilien auf dem Weltmarkt verdoppelt, er liegt gegenwärtig bei 25 Cent. Kein Wunder also, dass sich die hässlichen Kästen wie eine Seuche verbreiten.

Auch im Bezirk Pankow stehen sie Hunderten herum – genehmigt wurde eine solche Nutzung öffentlichen Straßenlandes aber nur in ganzen vier Fällen.

Torsten Kühne: Illegalen Aufstellern den Kampf angesagt

Nach den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf will nun auch Pankow rigoros gegen die illegalen Aufsteller vorgehen. „Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben in den vergangenen drei Monaten gezielt diesem Problem angenommen“, erklärte Bezirksstadtrat Torsten Kühne gegenüber der Prenzlberger Stimme. Genau vierhundertachtundsechzig Mal sind sie dabei fündig geworden. „Gegen die Aufsteller wurden in den vergangenen Wochen Bußgeldbescheide versandt“, so Torsten Kühne. Damit verbunden ist die Aufforderung zur Entfernung der Behälter.
Sollte dies keine Wirkung zeigen, will der Stadtrat so verfahren wie in Charlottenburg-Wilmersdorf: Dort werden die Container vom Bezirk beräumt und zu einer zentralen Sammelstelle gebracht. Werden sie von den Eigentümern innerhalb einer bestimmten Frist dort nicht ausgelöst, werden die Metallkästen an den Schrotthandel verkauft.
Der Erlös wird dann mit den angefallenen Transport und Lagerungskosten verrechnet.

 

 



2 Kommentare zu “Erst Bußgeld – dann Abtransport”

  1. Jan Schrecker

    Okt. 26. 2012

    Das ist doch mal eine super Entscheidung finde ich.

    Reply to this comment
  2. TGB

    Okt. 28. 2012

    Kümmert Euch lieber um das Hundescheißeproblem und verteilt dort Bußgeldbescheide.
    Das ist nämlich ein wirkliches Problem.
    Den Container übersehe ich bestimmt nicht, was man von dem weichen krankheitserregenden Braunen nicht sagen kann.
    Aber Herr Kühne kümmert sich auch nur um die Probleme, mit denen man sich irgendwie profilieren kann. Siehe Parkraumbewirtschaftung (auch wenn ich durchaus dafür bin).
    Wirkliche Probleme (mit denen man durchaus auch Geld verdienen kann) werden nicht angegangen.

    Reply to this comment

Kommentar schreiben

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. Danke!

Datenschutzerklärung
Social Media Auto Publish Powered By : XYZScripts.com