Kennen Sie Professor Dr. Norbert K.? Ja, genau jener Professor K., der in der Straßburger Straße Straße 19 elf Wohnungen besitzt. Der Professor wird derzeit händeringend gesucht. Und zwar vom Bezirksamt Pankow.
Denn nachdem im Jahr 2009 das Sanierungsstatut für das Gebietes rund um den Kollwitzplatz aufgehoben wurde, sind für den Immobilienbesitzer K. Abgaben fällig geworden, sogenannte Ausgleichbeträge. Und nicht nur für ihn, sondern für alle Grundstückseigentümer des ehemaligen Sanierungsgebietes.
Ausgleichsbeträge sind Gelder, die jeder Eigentümer eines in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet
gelegenen Grundstücks zur Finanzierung der Sanierung an die Gemeinde zu entrichten hat. Damit wird jene Werterhöhung abgeschöpft, die das Grundstück durch die Sanierungs-
maßnahmen eines Gebietes erfahren hat.
Doch als das Bezirksamt einen entsprechenden Bescheid in Höhe von insgesamt 21.538,80 Euro an des Professors Bochumer Wohnadresse versandt hatte, kam der Brief alsbald zurück: Empfänger nicht zu ermitteln.
Auch Melanie und Uwe K., die jeweils eine Wohnung im selben Haus besitzen, sind für die Pankower Bezirksbehörde nicht zu erreichen.
Die verschollenen Eigentümer der Wohnungen in der Straß-
burger Straße 19 sind nicht die einzigen Immobilienbesitzer des ehemaligen Sanierungsgebietes Kollwitzplatz, die für das Bezirksamt bisher unauffindbar blieben.
64 Eigentümer sind „verschollen“
Von den rund 2.500 Bescheiden, die das Bezirksamt Pankow nach dem Auslaufen des Sanierungsstatutes für das Gebiet Kollwitzplatz an Immobilieneigentümer versandt hatte, kamen 64 als unzustellbar zurück. Darunter auch von Adressen aus Russland, Dänemark und den USA.
Immerhin rund 1,5 Millionen Euro sind es, die dem Land Berlin in die Infrastrukturverloren gehen könnten. Geld, dass für Investitionen eingesetzt werden soll.
Und weil zum Jahresende die Frist zur Zustellung der Bescheide ausläuft und die Forderungen danach verfallen würden, hat Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner nun einen ungewöhnlichen Weg gewählt: Die „Öffentliche Zustellung“.
Dazu sind im Amtsblatt von Berlin alle Namen und die letzten bekannten Adressen der Unauffindbaren veröffentlicht worden. Damit gelten die Bescheide rechtlich als zugestellt.
Was die Möglichkeit eröffnet, die offenen Summen nun auch zwangsweise einzutreiben.
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suffi
Dez. 27. 2012
Es sind ja gar keine Griechen mehr dabei, Herr Stadtrat: http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/politik/_/bezirk-braucht-geld-aus-griechenland-17924.html – Wie kommt es denn?
von ODK
Dez. 27. 2012
Mich deucht, dass das weniger am Stadtrat, als vielmehr an Thomas Trappe, dem Top-Nachrichtenerfinder des Einsfuffzich-Bettlers Philpp Albert Schwörbel liegt. Der behauptet öfter mal, dass ihm irgend jemand etwas „bestätigt“ hätte – hier zum Beispiel auch: http://www.prenzlberger-stimme.de/?p=53797
Prenzlberger
Dez. 28. 2012
Lieber ODK,
wir mögen Sie echt. Sie sind ein netter Kerl. Manchmal etwas angespannt. Aber um einen Überblick über das zu bekommen, was hier passiert, sind die PBN einfach besser. Machen Sie lieber Ihr Fussball-Portal, statt auf die (bessere) Konkurrenz zu schimpfen. Wir haben alle verstanden, dass Sie die PBN nicht mögen. Ist aber gut jetzt.
E.H.
Irgendwer
Dez. 29. 2012
Was für ein dümmlicher Kommentar. Die „PBN“ nicht zu mögen gibt es gute Gründe, wer es nur vermag aus nem bürgerlichen Blickwinkel zu schreiben und zu lesen, wird auch nicht verstehen warum „es“ kritisiert wird und warum „es“ nicht gemocht wird. Vor allem dann nicht, wenn man dann doch in den meisten Artikeln nen SPD Standpunkt wiedergekäut bekommt, dafür braucht es keine Nachricht, da reicht es sich auf den Parteiseiten zu informieren.
von ODK
Dez. 30. 2012
Lieber „prenzlberger“,
den Kommentar hätten Sie aber getrost auch unter die Überschrift „Sie fragen nicht – ich antworte trotzdem“ stellen können.
Denn mein Statement hatte mitnichten die Frage, wen ich möglicherweise nicht mag zum Thema – es war vielmehr der Versuch, die offensichtliche Diskrepanz zwischen einem Trappe-Artikel im Schwörbel-Blog und den hier im Download dokumentierten Tatsachen zu erklären.
Und dass der Herr Trappe Nachrichten auch schon mal erfindet, ist nun wirklich keine neue Nachricht…
Kurz zum Inhalt Ihres Kommentars: Mal davon abgesehen, dass ich zu niemand in Konkurrenz stehe (die „Prenzlberger Stimme“ ist aus guten Gründen nichtkommerziell und wird es auch bleiben) – was nutzt Ihnen ein „Überblick“, bei dem Sie immer gewahr sein müssen, dass ein Teil davon pure Phantasieprodukte sein könnten?
Meine Empfehlung: Wenn Sie sich eine Übersicht über die Nachrichtenlage verschaffen wollen, gehen Sie auf „Google news“ und geben dort die entsprechenden Stichwörter ein. Denn gut achtzig Prozent dessen, was im Schwörbel-Blog an Artikeln erscheint, wurde und wird zeitgleich (öfter sogar Tage oder Wochen früher) in den Berliner Tageszeitungen behandelt. Und das auch noch mit einem ungleich höheren Seriositätsfaktor.
Mit besten Grüßen nach nebenan
ODK
PS: Wer ist „wir“? Pluralis Majestatis?
suffi
Dez. 28. 2012
Aber was ist denn nun mit den Griechen? Haben die denn nun bezahlt, oder wurden zumindest doch noch postalisch vor der amtlichen Zustellung erreicht oder haben die jetzt deutsche Strohmänner oder war das mal wieder ein „echter Kirchner“ vom Jens-Holger (das mit den Griechen), fragt sich der Leser (übrigens auch der PBN).