Gleimstraße 52: Rücknahme der Baugenehmigung wäre „logische Folge“

Gleim 52 Schild„Wenn seitens des Eigentümers der Vertrag zur sozial-
verträglichen Sanierung nicht eingehalten wird, wäre eine Rücknahme der Baugenehmigung die logische Folge.“
Mit dieser Aussage reagierte der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Jens-Holger Kirchner auf eine Falsch-
meldung des Prenzlauer-Berg-Blogs von Philipp Albert Schwörbel.
Schwörbels „Edelfeder“ Thomas Trappe hatte am Freitag im Schwörbel-Blog behauptet, „von einem Rückzug der Baugenehmigung“ sei „nicht mehr die Rede“.

Wie Jens-Holger Kirchner der Prenzlberger Stimme erklärte, hatten sich die Geschäftsführer der Gleimstraße 52 Beteiligungs GmbH bereits am Montag vergangener Woche bereit erklärt, entgegen zuvor gemachten Ankündigungen die Rückkehr von drei Mietern in ihre bisherigen Wohnungen nach erfolgter Modernsierung zu garantieren. Allerdings, so Kirchner weiter, habe er gefordert, dass diese Zusage bis zum 23. Januar von den Eigentümern schriftlich fixiert wird. Kirchner: „Die haben uns schon so viel versprochen.“

So seien bei einer Begehung der Bauufsichtsbehörde Wanddurchbrüche festgestellt worden, die dem Anbau von Balkons im Hofbereich dienen sollen. Einen solchen Anbau habe das Bezirksamt jedoch ausdrücklich untersagt. Darüber hinaus bemängelte der Stadtrat die mangelnde Winterfestmachung des Hauses: Auf Grund der zahlreichen Wand- und Fensteraufbrüche seien die Wohnungen im Haus kaum noch wirksam zu beheizen.
 

Unklarheiten bei der Genehmigung von Grundrissen

Über die bereits bekannten Probleme bei der Modernisierung des Hauses Gleimstraße 52 hinaus, sind auf der letzten Sitzung des BVV-Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen weitere mögliche Unstimmigkeiten angesprochen worden. So hatte der Bezirksverordnete Michail Nelken (Linksfraktion) auf seiner Meinung nach in sich widersprüchliche Genehmigungen von Grundrissänderungen hingewiesen. Die Ausschussmitglieder werden daher eine Akteneinsicht bei der Baubehörde vornehmen.

Am kommenden Donnerstag werden sich die Bezirksverordneten dann erneut dem „Problemhaus“ widmen. Allerdigs nicht im Finanzausschuss, wie vom Schwörbel-Blog fälschlicherweise behauptet wurde, sondern wie bisher im Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen.

 

 

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