Kleingärten: Senat respektiert Pankower Beschlüsse

köhne müller kleingärtenDas Votum von Bezirksverordnetenversammlung und Bezirksamt war eindeutig: Kleingartenanlagen stehen nicht als Potenzialflächen für den Wohnungsbau zur Verfügung. Der Senat sieht das anders: Für die Errichtung von Wohnungen, so hieß es bei der Landesregierung, müsse auch die eine oder andere Laubenkolonie weichen. Der Entwurf des „Stadtentwicklungsplans (Step) Wohnen“ wies demsprechend auch Gartenland als mögliches Bauland aus.
Zumindest für Pankow scheint die Gefahr für jene Lauben-
pieper vorerst gebannt zu sein, deren Parzellen sich auf landeseigenem Grund befinden.
Bei einem Rundgang durch Pankow, an dem neben Bürgermeister Matthias Köhne auch der Vorsitzende des Pankower Bezirksverbandes der Gartenfreunde e.V. Wolfgang Wölfer (links im Bild) teilnahm, erklärte Stadtentwicklungssenator Michael Müller, dass alle Pankower Kleingärten auf öffentlichen Flächen bis mindestens 2020 in ihrem Bestand gesichert seien. Demnach sollen keine Flächen, der in Pankow verbreiteten und beliebten Kleingärten für mögliche städtische Wohnungsbauprojekte umgenutzt werden und jene, deren Bestand nur bis 2014 gesichert war, verlängert werden.
 

Erklärung an symbolträchtigem Ort

Müllers Erklärung erfolgte an einem symbolträchtigen Ort: Vor der ehemals zur Kleingartenanlage „Famos“ gehörenden Fläche in der Brehmestraße. Die Anlage, die über 90 Jahre lang auf dem Grund und Boden der Bahn existierte, wurde nach einem Verkauf der Flächen an einen privTEN iMMOBILIENVERWERTER geräumt und mit Baurecht versehen.
Der Widerstand der Kleingärtner gegen die Betonierung der Parzellen an der Brehmestraße blieb zwar erfolglos, lenkte aber den Blick der Pankower Bezirkspolitik auf das Problem der ungsicherten Kleingärten.

 

Foto: Tobiias Schietzelt/BA Pankow

 

 

 

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4 Kommentare zu “Kleingärten: Senat respektiert Pankower Beschlüsse”

  1. heiner funken

    Juni 20. 2013

    ,,,,,,,,,,für mögliche städtische Wohnungsbauprojekte umgenutzt werden,,,,,,,!!!

    sprich, – alles wie gehabt! die öffentliche hand, in ihren verschiedensten darreichungsformen, verkauft an private immobilienverwerter den grund und boden und die realisieren dann den wohnungsbau!
    solche garantien im bundestagswahlkampf,- sind nicht das papier wert auf das sie geschrieben wurden, sondern sind und bleiben leeres schaumgebäck.

    laubenpieper bleibt wachsam, denen ist nicht zu trauen!?!

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  2. Ein Großteil der Pankower Kleingartenanlagen befinden sich leider auf nicht auf kommunalem oder Landes-Liegenschafts-Besitz befindlichen Terrains. Da schreitet das bodenspekulative Umwandeln kräftig fort (Deal: fiktive Wertsteigerungen abschöpfen und weiter verticken). Schnäppchen werden daraus aber erst, sobald bezirkliche und Landes-Bauleitplanungen eine Nutzungsoption als Bauland eröffnen (FNP, STEP-Wohnen usw.) – solches ist im Internet transparent öffentlich.

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  4. Muß die Famose Rena bald schon wieder weichen (gerade ein halbes Jahr nach Famos-Demontage durch dreistes AREA-Berlin-Baugruppenprojekt, welches jetzt baulich den Allerwertesten nicht hoch bekommt)? Samt dem Pankower Gartenfreunde-Vorsitzenden?

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