„Es war für uns ein vorgezogenes Erntedankfest“, sagte Heilsarmee-Sozialsergeant Siegfried Fischer hinterher. „Und alles Bio!“
Hobbygärtner der Hohenschönhausener Kleingartenanlagr „Oranke“ waren mit einem PKW-Anhänger voll frisch geern-
tetem Obst und Gemüse in der Kuglerstraße vorgefahren, um die Küche des „Cafè Treffpunkt“ – dem Sozialstützpunkt der Prenzlauer Berger Heilsarmee – an der diesjährigen Ernte teihaben zu lassen. Gäste des Cafés packten beim Ausladen mit an – und schon glich der Gastraum einer kleinen Früchteausstellung.
Die Oranke-Gärtner sind nicht das erste Mal mit Selbst-
angebautem in der Kuglerstraße – sie kommen schon seit Jahren zur Erntezeit mit vollem Wagen zur Prenzlauer Berger Sozialstation.
Heuer ist dies nötiger denn je, denn seit der Heilsarmee im vergangenen Jahr – so wie anderen Sozialeinrichtungen auch – die Zuwendungen vom Bezirk gekürzt wurden, müssen die Besucher einen Obolus für das einst kostenlose angebotene Essen entrichten.
Dabei war gerade die freie Mahlzeit eine gute Möglichkeit, jene Menschen in das Café zu holen, die für die Helfer anders kaum noch erreichbar sind.
Neben den Gärtnern aus Hohenschönhausen gehört auch ein Pankower Supermarkt zu den regelmäßigen Spandern.
Ebenso die CDU-Ortsgruppe Schönhauser Allee, den Erlös des von ihr regelmäßig veranstalteten Preisskats an die Prenzlauer Berger Heilsarmee übergibt. Darüber hinaus serviert Muhammad Iqbal, stellvertrender Vorsitzender der Ortsgruppe und Betreiber des indische Restaurant GOA 2 in der Gleimstraße, den Gästen des Café Treffpunkt einmal im Monat Spezialitäten aus seiner Küche – selbstverständlich kostenlos.

