Die letzten Tannenbäume sind noch längst nicht von den Straßenrändern gepflückt, der Frost hält die Stadt zum ersten mal in diesem Winter mit eisiger Hand im Griff – doch schon haben sich die einstigen Schokoladen-Ruprechte schamlos ihres Staniolkleides entledigt und ihre Hohlkörper in ein Hasenkostüm gewickelt.
In Gold und Lila lümmeln sie nun in den Supermarktregalen herum, umgeben von Zucker-Eiern und andere österlichen Süßkram. Die Viecher standen dort offenbar schon ein paar Tage lang herum.
Dem Schreiber dieser Zeilen fielen sie jdoch erst am Donnerstag auf, als er – zum Kaffeeregal eilend – versehentlich das Regal streifte und so gleich eine ganze Hasenhorde zu Boden riss. Beim Aufsammeln der Mümmelmänner ein kurzes Aufschlagen des inneren Kalenders: Ostersonntag, vermeldete jener, fällt diesmal auf den 20. April. Also – Pi mal Daumen – in einem Vierteljahr.
Wer, bitteschön, will dieses abgestandene Zeug dann noch genießen?


