Saisonauftakt bei Empor: Spielen, Stemmen, Denken – und ein paar vage Versprechungen

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Weil der SV Empor Berlin im Oktober 65 Jahre alt wird und der Verein ja mehr ist, als seine Fußballabteilung, waren bei der offiziellen Saisoneröffnungsfeier auch die Gewichtheber, die Schachspieler und die Sportler all der anderen Abteilungen mit dabei. Und natürlich auch Politik- und Sportfunktionäre.
 
0002Natürlich dominierten auch beim diesjährigen Eröffnungsfest die Fußballer, schließlich stellen sie die mit Abstand größte Sektion des Sportvereins.
Es gab ein Elternturnier und eines für den Kickernachwuchs, die jungen Fußballer konnten auf einem Basketballparcour ganz ungewohnt das Runde (den Ball) in das Runde den (Korb) hieven oder an den Eisen der Gewichtheber prüfen, ob die beim Fußballspielen naturgemäß weniger beanspruchten

0003Arme ebenso kräftig sind, wie die durchtrainierten Gehwerk-
zeuge. Und für Fußballer mit Köpfchen standen zum Zwecke des Gehirnmuskeltrainings Tische mit Schachbrettern samt Figuren bereit – auch die waren gut besucht.

Bezirksbürgermeister Matthias Köhne – selbst eingeschriebe-
nes Mitglied bei Empor – versuchte Befürchtungen zu zerstreuen, dass es auf Grund des eines neuen Wohnhauses, das gegenwärtig gegenüber am Cantianeck errichtet wird, künftig zu Einschränkungen im Spiel- und Trainingsbetrieb

Empor-Trainer Rudy Raab, Matthias Köhne

Empor-Trainer Rudy Raab, Matthias Köhne

kommen könne – weil etwa dort einziehende Wohnungs-
eigentümer gegen eine vom Jahnsportpark ausgehende Lärmbelästigung klagen könnten.
Derzeit liefern sich nämlich die Senatsverwaltung für Inne-
res, die auf Landesebene auch für den Sport zuständig ist, und das Bezirksamt Pankow wegen dieses Neubaus einen bizarren Rechtsstreit: Die Landesverwaltung klagte gegen das Bezirksamt Pankow wegen der Erteilung der Bauge-
nehmigung durch den Bezirk.
Die Senatsverwaltung beruft sich dabei auf Bedenken des bezirklichen Umweltamtes, das dort eine „erhebliche Über-
schreitung der für Sportanlagen relevanten Immissions-

Staatsekretär Anderes  Andreas Statzkowski (rechts)

Staatsekretär Andreas Statzkowski (rechts)

richtwerte“ befürchtete. Das Verwaltungsgericht hatte den Antrag der Landesbehörde zurückgewiesen (Tenor der Begründung: Macht das gefälligst unter euch aus!), dagegen hat die Berliner Innenverwaltung nun Beschwerde beim Oberlandesgericht eingelegt.

Der auch zum Eröffnungsfest erschienene Sport-Staats-
sekretär Andreas Statzkowski verlor über den juristischen Schildbürgerstreich allerdings kein Wort.
Statt dessen berichtete er von Gedankenspielen, den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark großzügig auszubauen.
So könnte man das große Stadion für die 2. Bundesliga ertüchtigen, eine – seit Jahren immer wieder in Rede stehende – Sporthalle wäre möglich; darüber hinaus

0006müsste das alles barrierefrei konzipiert sein, so dass der Jahnsportpark auch verstärkt für Veranstaltungen des Behindertensports genutzt werden kann. Und – hört, hört! – der seit Olims Zeiten versprochene, dringend benötigte weitere Kunstrasenplatz könnte dann auch irgendwann angelegt werden…
 
Was gabs sonst noch? Ach ja: Den zum Saisonbeginn traditionellen Einmarsch aller Emporsportler in das Kleine Stadion.
Aller Empor Sporler?
Nein, auch diesmal waren es wieder nur die Fußballer, die sich fröhlich winkend vor den Zuschauer aufbauten.

Dabei ist doch Empor mehr, als nur seine Fußballabteilung.

 

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