S-Bahnhof Prenzlauer Allee am Dienstagabend um 21.02 Uhr. Es fährt ein die S-Bahn nach Pankow. Fahrgäste steigen aus und streben dem Ausgang zu.
Glück gehabt! Denn es wird wohl der letzte Zug sein, der in dieser Nacht hier Halt macht. Eigentlich wird bei der Deutschen Bahn AG – und damit auch der Berliner S-Bahn – bereits seit zwei Minuten gestreikt. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer will mehr Geld für Ihre Mitglieder. Es sei ihnen gegönnt.
Das Abfahrtssignal ertönt, die Bahn fährt an. Sie hat den Bahnhof noch längst nicht ganz verlassen, da schaltet der elektronische Fahrtrichtungsanzeiger bereits in den Streikmodus. „S-Bahn vom GDL-Streik betroffen! Auf dieser Station z.Zt. kein Zugverkehr. Bitte U-Bahn, Bus und Tram nutzen.“
Der Ausstand wird bis morgen früh um Sechs dauern. Doch auch dann ist nicht schlagartig mit einem geregelten S-Bahn-Verkehr zu rechnen (aber was heißt bei der Berliner S-Bahn schon „geregelter Verkehr“…).
Erfahrungsgemäß dauert es mindestens eine Stunde, bis sich die Takte wieder eingepegelt haben. Wenn nicht noch ein wenig länger.
Wer also am Mittwochmorgen ganz früh zum Dienst, zum Flughafen oder zur Schwiegermutter muss, sollte eine längere Wegezeit einplanen und dementsprechend zeitiger aufstehen.
In diesem Sinne: Gute Nacht!








