Es gibt Fahrbahnen, deren Beläge sehen nun wirklich nicht mehr gut aus. Schweizer Käse oder so. Also zweigt der Senat Jahr für Jahr eine gewisse Summe ab, um die Löcher irgendwie zu stopfen. Meistens sind mehr Löcher da, als Geld. Doch selbst wenn…
Bauherr für alle Pankower Straßen ist das Bezirksamt. Die Anordnung der Straßenbaumaßnahmen mit den dazugehörigen verwaltungstechnischen Abläufen wie Straßensperrungen, den Verkehrsfluss per Umleitungen dirigieren etc. darf der Bezirk jedoch nur auf den Nebenstraßen selbst vornehmen. Beim sogenannten „übergeordneten Straßennetz“ ist der Senat zuständig – genauer gesagt: Die Verkehrslenkungsbehörde Berlin (VLB). Die Behörde, die kürzlich zehn Jahre alt wurde, ist für ihre … naja… Schnelligkeit geradezu berüchtigt.
So blieben für das Jahr 2014 im Bezirk Pankow vorgesehene Straßenbaumaßen mit einem Volumen von rund 454.000 Euro schlicht und ergreifend unerledigt, weil die VLB es nicht geschafft hatte, die entsprechenden Anordnungen auszufertigen. Im Einzelnen betrifft das die
Michelangelostraße von Kniprodestraße bis Greifswalder Straße (97.000 Euro)
Schwanebecker Chaussee (47.000 Euro)
Prenzlauer Allee stadtein- und -auswärts (73.000 Euro)
Alt-Karow (Bauvolumen rd. 74.000 Euro)
Blankenburger Pflasterweg (53.000 Euro)
Am Steinberg zwischen Pistoriusstraße und Prenzlauer Promenade (110.000 Euro)
Das sind immerhin sechs von insgesamt 13 für das Jahr 2014 in Pankow geplanten Straßenreparaturmaßnamen im sogenannten VLB-Netz – mithin fast die Hälfte aller Vorhaben.
Normalerweise verfallen nichtausgegebene Haushaltsmittel mit dem Ende des Kalenderjahres. Der Bezirk will sich nun dafür einsetzen, dass das Geld für die Straßenreparaturen auch im kommenden Jahr zur Verfügung steht und damit die entsprechenden Arbeiten doch noch ausgeführt werden können. Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner zur Prenzlberger Stimme: „Wir werden versuchen, der Senatsverwaltung zu vermitteln, dass es nicht besonders gut aussieht, wenn die Straßensanierungen nur deshalb ausbleiben, weil eine Senatsbehörde es nicht rechtzeitig geschafft hat, die entsprechenden Anordnungen herauszugeben.“
Das dies gelingt, ist nicht unwahrscheinlich.
Bereits im vergangenen Jahr blieben bei der VLB sechs im Bezirk Pankow vorgesehene Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 403.000 Euro wegen fehlender Anordnungen unerledigt.
Die wurden dann in diesem Jahr nachgeholt…




