Musik-Gordi: Juncker oder Scheeres?

Scheeres

 

Als Berliner Landespolitikerin in einem Atemzug mit dem Präsidenten der Europäische Kommission genannt zu werden, ist schon eine Leistung – die aus Pankow stammende Schulsenatorin Sandra Scheeres hat es geschafft. Zusammen mit Jean-Claude Juncker und dem mecklenburg-vorpommerschen Kulturminister Mathias Brodkorb ist sie für den „Musik-Gordi 2015″ nominiert worden.
Der „Musik-Gordi“ ist ein Negativ-Preis, der seit 2013 auf der jährlich stattfindenden Musikmesse in Frankfurt am Main vergeben wird.
Begründet wird die Nominierung von Senatorin Sandra Scheeres mit den desaströsen Zuständen an den Berliner Musikschulen.

In der Bundeshauptstadt warten seit Jahren über 10.000 Schülerinnen und Schüler auf einen Musikschulplatz. 90% der Musikschullehrer leben aufgrund der ihnen vom Senat aufgezwungenen Honorarverträge in prekären Verhältnissen. Der Musikunterricht an allgemein bildenden Schulen unterliegt seit Jahren einem kontinuierlichen Abbau – bis zu 50% in der Sekundarstufe I. Die Bevölkerung und damit auch die Nachfrage für qualifizierten Musikunterricht wächst – die Situation der Musikbildungslandschaft in Berlin hat sich allerdings erheblich verschlechtert und droht, sich durch die seit Jahrzehnten andauernden gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Senat und Bezirken weiter zu verschlechtern. Diese desaströse Situation hat die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, wesentlich mit zu verantworten.

Die Abstimmung, wer den Preis erhalten soll läuft bis heute um 16 Uhr. Hier–> kann jeder mitmachen.

 



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