Nachdem der Versuch der Pankower NPD, in Prenzlauer Berg mit dem Thema „Gentrifizierung“ zu punkten, gründlich in die Hose gegangen war, ziehen sich die Nazis nun wieder auf ihre Kernkompetenz zurück: Hetze gegen Flüchtlinge.
Zu diesem Zweck wurde von der NPD für den morgigen Freitag, dem 24. April ab 18.30 Uhr zu einer Veranstaltung „gegen Überfremdung“ in der Bucher Wiltbergstaße aufgerufen. Hintergrund der geplanten Hetzveranstaltung ist die bevorstehende Fertigstellung der Flüchtlingsunterkunft in Buch, in der heute die ersten Bewohner erwartet werden.
Die zahlenmäßig kleine Pankower Naziszene macht seit dem Bekanntwerden der Errichtung der Unterkunft im Herbst vergangenen Jahres Stimmung gegen die erwarteten Flüchtlinge. Begünstigt durch die dilettantische (Nicht-)Informationspolitik von Senat und Bezirk, gelang es den Rechtsradikalen zeitweise über 200 Demonstranten gegen das Heim zu mobilisieren. Zum Jahresende flaute die „Bewegung“ jedoch merklich ab.
Als sich vor vier Wochen bei einem „Tag der Offen Tür“ rund 1.200 Besucher selbst ein Bild über die Flüchtlingsunterkunft machten, reichte es bei den Nazis nur noch zu einer alkoholgetränkten „Spontankundgebung“, an der nicht einmal zehn Personen teilnahmen.
Offenbar ebenfalls besoffen waren jene drei Figuren, die am späten Montagabend unter „Sieg-Heil“-Rufen versuchten, in das Gelände des Containerdorfes einzudringen; dabei dort anwesende Wachschützer anspuckten, um schließlich vor dem Verschwinden einige Flyer gegen die Flüchtlingsunterkunft zurückzulassen.
Update: Die Initiative „Flüchtlinge willkommen in Buch und Karow“ hat für Freitag ab 18 Uhr zu einer Gegenkundgebung am S-Bahnhof Buch aufgerufen.




