Orte der Stille – Heute: Berliner S-Bahnhöfe

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Großstadt. Hektik. Lärm. Immer schneller, immer lauter, immer hektischer brüllt sich das Leben seine Bahn. Da sehnt man sich nach Entschleunigung, nach Orten Stille. Nach Orten wie den S-Bahnhof Prenzlauer Allee.
 
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Von seinen Architekten klug in einen Graben eingebettet, dessen Hänge mit dichtem Grün überwuchert sind, das auch noch den letzten Schall aus dem oben tosenden Leben aufnimmt, verschluckt und so in eine durch nichts gestörte Ruhe verwandelt.
 

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Wo die Ohren nur Stille und die Augen nur Leere empfangen, darf der Magen nicht mit Völlerei gestört werden. In güldener Schrift wird dem bei sich selbst Einkehrenden verkündet: Nicht jetzt, Freund. Später, später…
 

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Wem die grünen Hänge zu sanft, das Wachsen der Blätter an den Gebüschen zu laut ist, der findet auf dem S-Bahnhof Schönhauser Allee seinen Frieden. Trutzige Backsteinbögen lassen jeden eindringen wollenden Schall ersticken.
 
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Wem hingegen Stille und Weite nicht als Widerspruch erscheinen, der findet auf dem Bahnhof Greifswalder Straße seine Ruhe. Nein, auch die putzigen längsgestellten Zylinder auf Rädern stören nicht, denn auch sie sind sind wie der ruhesuchende Mensch in jeder Hinsicht antriebslos.
 
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In den Pausen zwischen den Meditationen kann man hier manch seltsame ´Nachricht aus fernen zeiten entdecken.
 

In aller Stille zu entdecken gibt es auch einiges auf dem S-Bahnhof Landberger All… – och nöööö!
 
08
 
 

So, und für alle, die auf S-Bahnhöfen keine Ruhe, sondern bloß einen Zug suchen, gibts auch noch den derzeit gültige Notfahrplan. Da aber in diesem Leben nichts – nicht einmal ein Notfahrplan – von Bestand ist, erfährt man hier mit einem Klick den neusten Stand der Dinge.
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