Grellstraße: Wilder Parkplatz Bürgersteig


 

Nachdem die Polizei vor gut zwei Wochen auf der für den Schienenersatzverkehr des S-Bahn-Nordostrings eingerichtete Busspur parkenden Autos abgeräumt hatte, haben die PKW-Besitzer eine neue Bleibe für ihre Karossen gefunden: den Bürgersteig.

Ehemaliger Radweg Richtung Prenzlauer Allee

Wurde anfangs nur der stillgelegte Radweg in Richtung Prenzlauer Allee für das Abstellen der PKW zweckentfremdet, wurde schon bald auf der anderen Straßenseite auf der unteren der Straße der Platz zwischen den Baumscheiben zum illegalen Abstellen von Fahrzeugen genutzt.
Mittlerweile stehen die Autos auch auf dem Bürgersteig, was ein Durchkommen für Fußgänger nicht immer ganz einfach macht. Den vielen nichtberliner Kennzeichen nach zu urteilen, scheint es sich bei den falschparkern kaum um Anwohner zu handeln.

Für Fußgänger wird es eng

Der für das Ordnungsamt zuständige Bezirksstadtrat Daniel Krüger (parteilos/für AfD) bestätigte gegenüber der Prenzlberger Stimme den Eindruck, dass der Allgemeine Ordnungsdienst des Bezirks diesen Zustand bewusst in Kauf genommen hat.

Man habe, so Krüger zur Prenzlberger Stimme, auf Grund der schwierigen Parkplatzsituation, wie sie durch die Einrichtung der Busspur entstanden ist, bisher beide Augen zugedrückt und auf Sanktionen gegen das illegale Parken verzichtet. „Wenn nun allerdings Fußgänger behindert werden, geht das natürlich nicht.“ Das Ordnungsamt werde deshalb nun genauer hinschauen und wenn nötig auch gegen die Behinderung des Fußverkehrs aktiv werden.

 



4 Kommentare zu “Grellstraße: Wilder Parkplatz Bürgersteig”

  1. Wenn man sich das Bild ansieht: 2 Fußgänger könen nebeneinander gehen. Störend empfinde ich das abgestellte Fahrrad, was in den Gehweg reicht. Bei Gegenverkehr kann man hintereinander statt nebeneinander laufen. Wenn die Busspur wieder weg ist, ist der alte Zustand wieder hergestellt. Wo ist das Problem?

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    • K.

      Mai 05. 2019

      Das Problem ist, dass es sich um einen Gehweg handelt und man dort eben nicht parkt, weil dieser für Fußgänger da ist und nicht für Autos.

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  2. Anerkennenswert ist allerdings, dass amtlicherseits im Bezirk Pankow ortsteilübergreifend bis hin zu den äußersten Randbereichen gleich gehandelt wird. Egal ob verkehrswidrig oder als Schrott abgestellt (auch landschaftlich egal ob im LSG oder NSG) – das Auto darf bleiben. Und selbst bei einer Androhung heißt „unverzüglich“, wenn die Schrift bedingt durch Jahreszeitenwechsel langsam verblasst. Eine Gefährdung Dritter oder der Umwelt ist in Pankow von Amts wegen eh ein untauglicher Grund…

    https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/58724769_2255915117828778_8524848391308443648_n.jpg?_nc_cat=101&_nc_ht=scontent-frt3-1.xx&oh=9ad2b03ef200f4fec3a20adde9d7fbf7&oe=5D2CD98C

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