Tempohome in der Karower Siverstorpstraße schließt ebenfalls erst im Juli

 

Neben der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete „AWO-Refugium“ in der Großcurthstraße (die Prenzlberger Stimme berichtete) wird auch das sogenannte „Tempohome“ in der Siverstorpstraße in Karow bis zum kommenden Sommer weiter als Unterkunft für Geflüchtete geöffnet bleiben. Während in der Bucher Großkurthstraße nun am 30. Juni 2020 Schluss sein soll, wird der Betrieb in der Siverstorpstraße bis zum 31. Juli 2020 verlängert.

Hintergrund für die Entscheidung ist, wie bereits berichtet, die Verzögerungen in der Umsetzung des Baus modularen Modularen Unterkünfte für Geflüchtete (MUF).

Bislang konnten Berlin weit erst 16 von 30 Standorten aus der 2016 vom Senat und den Bezirken getroffenen Bauentscheidung in Betrieb genommen werden. Daher hat der Senat mit allen Bezirken Gespräche dazu geführt, Containerstandorte und Tempohomes für eine begrenzte Zeit weiter als Flüchtlingsunterkünfte zu nutzen.

Das Gelände des AWO-Refugiums in Buch ist mittelfristig als Standort für eine Gemeinschaftsschule vorgesehen. In der Siverstorpstraße in Karow ist ein „Drehscheibenstandort“ Schule geplant, an den Schulen ausgelagert werden, die grundlegend saniert werden. Langfristig ist dort auch ein Kita-Nutzung im Gespräch.
Erste bauvorbereitende Maßnahmen sind nach der Schließung der Unterkunft vorgesehen. Ausschlaggebend für die Zustimmung zu einem zeitlich befristeten Weiterbetrieb der beiden Einrichtungen sei, so Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke), dass diese Vorhaben so wie vorgesehen auch umgesetzt werden können“.
 

Bewohner sollen möglichst in Pankow bleiben können

Derzeit leben im AWO-Refugium in Buch 419 Personen. In der Siverstorpstraße in Karow sind 194 Menschen untergebracht.
Im Großbezirk Pankow gibt es derzeit elf Unterkünfte für Geflüchtete, in denen 2869 Menschen leben – davon sind 970 Kinder und Jugendliche (Stand 13.12.2019).

Die Verlängerung der Nutzung der beiden Einrichtungen ermöglicht dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) den Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner in Zusammenarbeit mit dem Bezirk so zu gestalten, dass eine Folgeunterbringung möglichst innerhalb des Sozialraums bzw. des Bezirks Pankow möglich ist.

Zudem dient die temporäre Verlängerung der Standorte der Sicherung von Unterbringungskapazitäten für Geflüchtete, die bereits eine Aufenthaltserlaubnis haben, aber wegen der angespannten Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt keine eigene Wohnung finden und deshalb weiterhin in Unterkünften leben müssen. Dies sind berlinweit derzeit etwa 11.000 Menschen.

Weitere Informationen zu Unterkünften für geflüchtete Menschen in Pankow sind auf der Homepage des Bezirksamts eingestellt www.berlin.de/ba-pankow

 

Foto: LAF

 

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